In der Alten Scheune: Erntedankfest in Baesweiler

In der Alten Scheune : Erntedankfest in Baesweiler

Eine elegante, tiefsinnige und doch sehr nachdenklich stimmende Ansprache von Helmut Herten war ein Schwerpunkt des Erntedankfestes, dass der Obst-, Gartenbau- und Verschönerungsverein Baesweiler in der Alten Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler feierte.

Liebevolle Dekorationen im ganzen Saal und auf der Bühne platziert: Auch das „formte“ dieses Fest der Hobbygartenbauer und Naturschützer. Bevor Helmut Herten unter Mitwirken von Dieter Fritsch (Gartenbauverein Oidtweiler) verschiedene Siegerehrungen vornahm, befasste sich Herten, auch „Herr der Bäume“ in Baesweiler benannt, sehr kritisch mit dem Raubbau, der an der Natur und Umwelt vorgenommen wird.

“Wir zerstören nicht die Welt, sondern die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel“, warnte er. Und schilderte ein Erlebnis aus seiner Kindheit: „Schon als ich selbst noch ein Kind war lief mir bei dem Satz „Macht euch die Erde Untertan“ ein kalter Schauer über den Rücken“.

Herten korrigierte, „jemand, wer auch immer, hat wohl vor langer Zeit etwas aus dem Buch Genesis falsch interpretiert. Die Welt braucht uns nicht. Ohne uns regeneriert sich alles. Aber es wird keine Neandertaler mehr geben“. Als Herten zur Ehrung überging, hätte er gerne die Geschwister Luka und Ronja Pscheidt auf die Bühne gebeten. Doch die Kinder waren in Urlaub, so dass die drittplatzierte Lena Stefan den Titel „Sonnenblumenkönigin“ annehmen durfte. Ganz eng wurde aus auf der Bühne, als man im Rahmen des Wettbewerbes „Super natürlich“ die ökologisch bedeutsamsten Gärten suchte und deren Besitzer auszeichnete.

Die Initiatoren waren: Iris Tomczak- Pestel, Technische Dezernentin der Stadt Baesweiler; Michaela Höppener- Konze, Bellandris- Höppener; und Helmut Herten, Vorsitzender des Gartenbauvereins Baesweiler. Die Jury wurde verstärkt durch zwei erfahrene Gartenbewerter; Renate Herten und Dieter Fritsch (Gartenbauverein Oidtweiler). Ziel des Wettbewerbes war es, Menschen zu ermutigen und zu fördern, die in ihren Gärten besonderes Augenmerk auf Umwelt- Freundlichkeit legen. Da zählten Kriterien wie Pflanzenvielfalt, einheimische Pflanzen, Kompost- und Regenwassernutzung, Nützlingsförderung, biologischer Pflanzenschutz. Sieger wurde die Baesweiler Familie Telchow, vor den zweitplatzierten Familien Leising-Müller und Gerhards. Dritte Plätze gingen an die Familien Wilke und Fechtel. Weitere Bewerber wurden mit Preisen ausgezeichnet.

(mali)
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