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Erinnerungsstele für Menschen ohne erkennbare Grabstätte auf dem Waldfriedhof

Auf dem Waldfriedhof : Erinnerungsstele für Menschen ohne erkennbare Grabstätte eingesegnet

Erinnerungsstele für Menschen ohne erkennbare Grabstätte wurde auf dem Waldfriedhof in Herzogenrath eingesegnet. Die Erinnerung an einen Verstorbenen endet nicht mit seinem Tod und darf auch keine Frage des Geldes sein.

Unter dieser Prämisse überlegten Vertreter des städtischen Betriebsamt, des Ordnungsamtes und die Vertreter der Pfarrgemeinden und Kirchen, wie die Friedhöfe als außergewöhnliche Orte des Gedenkens mit ihren vielfältigen Möglichkeiten noch besser genutzt werden können.

Ausgangspunkt war die Frage: „Wie kann man die Erinnerung für Verstorbene, die nicht über die notwendigen finanziellen Mittel zur Errichtung einer Grabstätte verfügen, aufrecht erhalten. Wie kann man ein Verfallen in die Namenslosigkeit und damit in die Anonymität verhindern?“ Das Ergebnis dieser gemeinsamen Überlegungen wurde jetzt auf dem Waldfriedhof präsentiert. Bürgermeister Christoph von den Driesch und die Mitarbeiter des Betriebsamtes, Thorsten Rolf und Christa Reuss wohnten der Einsegnung der ersten Erinnerungsstelle durch die Pfarrer Heinz Intrau, Reiner Thoma und Frank Ungerathen bei.

Auf den Blausteinsäulen werden künftig die Namen der Verstorbenen recherchiert und angebracht. Damit hat jeder Verstorbene in Herzogenrath einen Namen und Angehörige und Freunde haben die Möglichkeit an der Stele eine Kerze anzuzünden oder eine Blume niederzulegen. Der Friedhof als Ort der Toten wird damit ein Stück mehr zu einem selbstverständlichen Bezugspunkt der Erinnerungskultur und steht ganz im christlichen Kontext, dass zu jedem Menschen ein Name gehört.

Bürgermeister Christoph von den Driesch: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der Einrichtung der Erinnerungsstelen, einen Weg gefunden haben, jedem Verstorbenen in unserer Stadt ein ehrendes Andenken über den Tod hinaus zu bewahren.“