Herzogenrath: Equal Pay Day: Endlich die Gehaltslücke schließen

Herzogenrath: Equal Pay Day: Endlich die Gehaltslücke schließen

Eine rote Einkaufstasche ist das Symbol des „Equal Pay Day“, sie steht für die leeren Geldbörsen der Frauen. Der alljährliche Aktionstag prangert den Verdienstunterschied von Frauen und Männern an.

Dieser liegt laut statistischem Bundesamt aktuell bei 22 Prozent. Folglich habe rund die Hälfte der Bevölkerung kaum eine Chance auf ein faires Entgelt in der Arbeitswelt.

Deutschland nimmt damit einen „peinlichen“ Spitzenplatz in Europa ein: Nur in zwei EU-Ländern, nämlich Estland (27 Prozent) und Österreich (24 Prozent), ist die Gehaltslücke noch größer als hierzulande, berichten die Aktivistinnen.

Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days veranstaltete die Gleichstellungsstelle Herzogenrath mit dem FrauenBündnis einen Aktionsstand auf dem Wochenmarkt auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz.Viele Passanten nutzten die Gelegenheit, sich über den „Equal Pay Day“ zu informieren.

Herzogenraths Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kuballa, Gabriele Allmann vom Frauenkommunikationszentrum „FrauenKomm.Gleis 1“ und Kornelia Bebronne, Vorsitzende des Business-and-Professional-Women-Clubs Aachen, waren die Gesprächspartnerinnen. Sie diskutierten mit den Interessierten die Verdienstunterschiede von Frauen und Männern, die Gründe dafür und mögliche politische Lösungsansätze.

Eine Bodenzeitung lud zum Mitmachen ein. Im Fokus der diesjährigen Kampagne standen Minijobs und Teilzeitarbeit als häufige Beschäftigungsformen von Frauen nach der Erwerbspause. Sie gelten als wichtige Ursache sowohl für die geschlechtsspezifische Lohnlücke als auch für die spätere Rentenlücke von rund 60 Prozent.

Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, pflegebedürftige Angehörige, eine entsprechende Kinderbetreuung sowie entsprechende Beratungs- und Fortbildungsangebote für Frauen gehören zum Thema.

(nk)