Würselen: Ein Triumphzug für die Jeckerei

Würselen: Ein Triumphzug für die Jeckerei

Einem Triumphzug ohnegleichen glich in diesem Jahr der Zug der Jecken durch die Düvelstadt. Einer immer noch gepflegten Tradition zur Folge wechselte auch dieses Mal wieder die Marschrichtung der närrischen Prozession, deren Weg in diesem Jahr von Bardenberg nach Würselen-Mitte führte.

Für einen sachgerechten und gut gelaunten Kommentar sorgte von seiner Bühne auf dem Hans-Böckler-Platz Dirk Heinen. An Originalität bestand kein Mangel. Da war zum Beispiel die Gruppe, deren Mitglieder die Spitzelei des US-Geheimdienstes NSA aufs Korn nahmen.

Kleiner Mann ganz groß: Für den Würselener Kinderprinzen Lucas I. wurde der Zug durch seine Heimatstadt zur Triumphfahrt.

Oder da war der 1. Würselener Karnevalsverein, der mit Prinzengarde und Senatswagen im hinteren Teil des Zuges für furiose Akzente sorgte — ganz zu schweigen von den wilden Kerlen der „Öcher Hunnenhorde“, die zusammen mit ihren Freunden vom Würselener Volkstheater die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand in Angst und Schrecken versetzten. Karnevalisten plus Amateur-Asiaten — fürwahr eine ideale Mischung. Auch nicht übel: Die Mädchen und Jungen aus dem Morsbacher Kindergarten St. Balbina ließen als Fußgruppe Heißluftballons steigen.

Ließen Heißluftballons steigen: die fantasievoll kostümierten Mitglieder dieser Gruppe aus dem Morsbacher Kindergarten St. Balbina.

An Tollitäten bestand gleichfalls kein Mangel. Außer dem Würselener Kinderprinzen Lucas I. bildeten das Bardenberger Dreigestirn mit Prinz Willi II., Bauer Schorsch und Jungfrau Klaudia sowie ihre „Kollegen“ aus der Kernstadt, Prinz Harald I., Bauer Achim und Jungfrau Gregoria, den Zugschluss und zogen die Begeisterung ihrer jeck gestimmten Mitbürger auf sich. Vor sich, und das heute, haben die Bläser des Bundestambourcorps „Alte Kameraden“ ein weiteres karnevalistisches Glanzlicht: Sie dürfen im Kölner Rosenmontagszug mitmarschieren.

Tollitäten unterwegs: Dem Düvelstädter Dreigestirn mit Prinz Harald I., Bauer Achim und Jungfrau Gregoria flogen die Herzen der Jecken nur so zu.
(ch)