Baesweiler: Ein Radweg nimmt Formen an

Baesweiler: Ein Radweg nimmt Formen an

Bereits im Jahr 2005 erkannte Loverich-Floverichs Ortsvorsteher Günter Markenstein die Notwendigkeit eines ausgebauten Radweges. Also beantragte er diesen auch und bekam umgehend ein Schreiben des damaligen Landrates Carl Meulenbergh zurück.

Die damalige „Kreisregierung” rechne mit einem Baubeginn in 2009. Längs (möglichst beidseitig) der Kreisstraße 8. Von Setterich, über Loverich und Floverich bis zur damals noch nicht gebauten Bundesstraße 57n.

Sieben Jahre später, Dorf-Schutzmann Markenstein ist längst in Pension, nimmt sein Wunsch Gestalt an. Und so freute sich der 80-jährige ehemalige CDU-Ratsherr, „dass ich die Realisierung dieses Projektes vielleicht doch noch miterleben kann”. Die Pläne hat er jedenfalls in der jüngsten Ausschusssitzung für Verkehr und Umwelt, geleitet von Wilfried Menke, einsehen können. Vorgestellt von Städteregions-Mitarbeiter Gerhard Luckner. Die Städteregion ist für die Maßnahme verantwortlich.

Zur Zeit bestehe, das räumt die Stadt Baesweiler ein, „kein oder nur ein sehr eingeschränktes Angebot für den Radverkehr”. Die Streckenabschnitte des vorhandenen Radweges sind zum Teil zu schmal oder gar nicht (Floverich bis B 57n) vorhanden. Auch zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Schüler- und Freizeitverkehr ist ein auf beiden Seiten verlaufender Rad- und Gehweg geplant. Dieser müsse eine Mindestbreite von 2,50 Meter haben, erklärte Luckner. Die Kosten werden auf 375.000 Euro geschätzt.

Nach Abzug von Fördermitteln in Höhe von mindestens 70 Prozent wird der Eigenanteil für die Städteregion bei etwa 112.000 Euro liegen. Luckner räumte ein, dass der Beginn des Radweges am Kreuzungspunkt Bahn-/Hauptstraße in Setterich - der teils auch Schulweg ist - kaum bauliche Änderungen zulasse und andere Lösungen beinhalten müsse. Die freie Strecke zwischen Setterich und Loverich habe zwar einen Radweg, aber „der entspricht nicht mehr der Vorschrift”.

„Problematisch” könne auch die knifflige Situation im Ortskern Loverich sein. Dort ist die vorhandene Fahrbahn sehr schmal. Ein planerisches Puzzle könnte zudem der Abschnitt zwischen Loverich und Floverich sein. Die Planungen sehen insgesamt vor, dass der Radweg an möglichen Stellen zweiseitig und verbreitert angelegt wird. Dort, wo es zu eng wird könne nur eine einseitige Führung realisiert werden. Luckner geht davon aus, dass 50 Parzellen zur Realisierung des Radweges erworben werden müssen.

Nach den Grunderwerbsverhandlungen sollen in 2013 die Zuschussanträge gestellt werden. Mit dem Baubeginn könne „in 2014” gerechnet werden. Sowohl Rolf Beckers (Grüne) als auch Christoph Mohr (CDU) betonten, „froh zu sein, dass da endlich Bewegung reinkommt”.

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