Würselen: Düvelstadt freut sich auf ein traumhaftes Prinzenpaar

Würselen: Düvelstadt freut sich auf ein traumhaftes Prinzenpaar

Standing Ovations gab es nicht nur für das zu verabschiedende Dreigestirn, Prinz Harald I. (Matthäus), Bauer Achim (Mallmann) und Jungfrau Gregoria (Gregor Kreutz), und den mit einem Tränchen im Augenwinkel scheidenden Stadt-Kinderprinzen Lucas I. (Fuhrmann).

Vielmehr auch für deren Nachfolger auf dem Narrenthron, Prinz Michael I. (Mallmann) und Prinzessin Heike (Mallmann-Jakobi), bei der Kürung im proppenvollen Sitzungssaal des Rathauses, wo das prinzliche Paar seinen ersten närrischen Auftritt mit Bravour bestand. Da besteht kein Zweifel mehr: Zwei Frohnaturen werden in der Session 2015 die närrische Regierungsgewalt in der Düvelstadt ausüben. Dazu setzte der Vorsitzende des Komitees Würselener Karneval, Bürgermeister Arno Nelles, Seiner Tollität die Narrenkappe (noch ohne Federn) auf und gratulierte der Prinzessin mit einem Blumenstrauß und mit herzlichen Bützchen. Übrigens: Prinz Michael I. (Mallmann) machte sich an diesem Abend ein verspätetes Geburtstagsgeschenk.

Mit dem Bürgermeister freute sich KWK-Präsident Hans Sinken über das volle Haus. Neben dem Präsidenten des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise, Reiner Spiertz, hießen sie vor allem die schon proklamierten Prinzen und Prinzessinnen aus den Quartieren willkommen, aus dem „Dörflein“ Prinz Uwe II. (Tholen) und Prinzessin Anke I. (Pfennings) sowie Kinderprinzessin Jana (Bechlarz-Jansen) sowie von den „Hölze Päed“ in Weiden Prinzessin Steffi I. (Glaser).

„Lucas hat seinen kleinen Untertanen viel Freude bereitet“, verabschiedete Nelles den Stadtkinderprinzen, dessen Nachfolger — leider — noch nicht in Sicht ist. Er dankte auch seiner Mutter, die mit „viel Herzblut“ bei der Sache gewesen sei.

Soziales Engagement

Unterlegt mit überwiegend Kölsche Tön, wurde in einer Power-Point-Präsentation an die Auftritte des Dreigestirns erinnert. Und Bürgermeister Nelles kommentierte: „Es war eine fantastische Session, Ihr habt unseren düvelstädtischen Karneval auch über die Grenzen der Stadt hinaus großartig repräsentiert.“ Vor allem bedankte sich Nelles beim Dreigestirn für dessen soziales Engagement. Es führte dazu, dass im Medizinischen Zentrum vier schwer erkrankte und verletzte Kinder aus Bürgerkriegsgebieten operiert werden konnten. „Die Freude, die wir verbreitet haben, schlägt uns heute noch auf der Straße entgegen“, verabschiedete sich der Bauer. „Drei gute Freunde waren wir, das wollen wir auch in Zukunft bleiben“, freute Prinz Harald, dass frohe Menschen in die Fußstapfen des Dreigestirns treten.

Den roten Teppich für die Kürung rollten die „Wöschelter Prinzen“ aus. Im Ortsteil Scherberg zu Hause, ist der beim Forschungszentrum Jülich beschäftigte und seit 2005 verheiratete neue Prinz aus dem Vereinsleben nicht mehr weg zu denken. Er ist der amtierende Standartenträger der Prinzengarde des 1. Würselener Karnevalsvereins, der amtierende Hauptmann der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Scherberg. Lange Jahre war er im Scherberger Jungenspiel aktiv, wo er in der Spielspitze sämtliche Posten bekleidete. Seit über 25 Jahren ist er beim Dorfabend in Aktion. Als Kinderprinz regierte er 1982 in Würselen, während Bruder Klaus das Narrenzepter über die großen Narren schwang. Nicht zu vergessen: Michael ist „von Geburt an“ Fan von Alemannia Aachen.

Die in der DRK-Kita im Winkel beschäftigte gelernte Erzieherin Heike I. wuchs in Richterich auf. Durch ihren Vater bekam sie „komödiantisches Talent“ mit in die Wiege gelegt. „Wir sind Prinz!“ lautet ihre Devise für die närrische Regentschaft in der Düvelstadt. Und Prinz Michael I. fügt hinzu: „Wir erfüllen uns einen Jugendtraum!“ Standing Ovations! Groß war die Reihe der von KWK-Präsident Hans Sinken, der souverän durch das Programm führte, angeführten Gratulanten aus dem Karneval, den Vereinen und aus Freundeskreisen. Bereichert wurde der stimmungsvolle Abend durch den pfiffigen zehnjährigen Nachwuchsredner Lars Panczyszak und durch die charmante Musikal- und Schlagersängerin Sarah Schiffer (Herzogenrath). Mit „Ach wär´ich nur“ und „Dat is mi Wöschele“ gratulierten die Wöschelter Prinzen beim Finale.

(ehg)