Würselen: Drei Sängerinnen reißen das Publikum mit

Würselen: Drei Sängerinnen reißen das Publikum mit

Stimmungsvoll gaben sich „Die Schwestern“ im Pfarrheim St. Pius an der Ahornstraße die Ehre: die Sopranistinnen Monika Kettenis und Corinna Heller sowie die Altistin Anne Lafeber. Bei ihren — meist im Terzett servierten — Darbietungen stellten sie eindrucksvoll ihre gesanglichen Qualitäten unter Beweis und lösten dabei beim Publikum Stürme der Begeisterung aus.

Auch die anwesende erkrankte Nathalie DeRita, für die „Die Schwestern“ in die Bresche gesprungen waren, geizte nicht mit Beifall. Am Flügel wurden die drei Sängerinnen, die sowohl solistisch unterwegs sind als auch dem Chor des Stadttheaters Aachen angehören, von Hans-Günter Leuchter, dem Macher von „Pius am Mittwoch“, begleitet.

Würselen. Pius am Mittwoch Konzert: "Stimmungsvoll", Die Schwesten geben sich die Ehre .. mit Hans-Günter Leuchter Klavier, Monika Kettenis, Sopran, Corinna Heller, Sopran und Anne Lafeber, Alt. Foto: W.Sevenich

Die Tür zu einem wunderbaren Musikgenuss stießen die Sängerin mit „Die Schwestern“, einem beschwingten Lied von Johannes Brahms, weit auf. In die Fußstapfen von Zarah Leander beziehungsweise der Kölner Gruppe „Brings“ trat Monika Kettenis mit „Nur nicht aus Liebe weinen“. Als Kontrast zu diesem leidenschaftlichen Song dann im Terzett „I Feel Pretty“ aus Leonard Bernsteins „The West Side Story“.

Da durften im zweiten Teil „Somewhere“ und „Tonight“ nicht fehlen. Unterdessen liefen die Sängerinnen - und das nach nur zwei Proben - zur Höchstform auf. Ihre warme Altstimme brachte Anne Lefeber bei dem irischen Folksong „Amazing Grace“ solistisch zur reifen Entfaltung. Weniger bekannt, aber nicht minder schön war das von den beiden Sopranistinnen gesungene Blumenduett aus „Lakme“ von Leo Délibes“.

Dann der Ohrwurm aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach, die „Barcarole“. Monika Kettenis und Anne Lafeber besangen die lauschige Liebesnacht. Launig und spritzig ging es weiter im Programm. Das Terzett lebte sich bei „Einkäufe machen“ aus dem „Bettelstudent“ von Karl Millöcker prächtig - auch komödiantisch - aus. Der große Louis Armstrong grüßte bei „What A Wonderful World“. Schließlich landeten die Sängerinnen bei „Brindisi“ aus Guiseppe Verdis „La Traviata“.

Mit dem launigen Trinklied rissen sie im Pfarrheim St. Pius alle Mauern ein. Standing Ovations waren der Lohn, die Begeisterung des Publikums kannte nach 90 Minuten Musikgenuss keine Grenzen.

(ehg)