Die Vorbereitungen für die Stichwahl des Städteregionsrats laufen

Städteregionsratswahl : Tausende Briefwahlunterlagen auf den Weg geschickt

Als „Mammutgeschäft“ bezeichnet die Stadt Würselen das Versenden der Briefwahlunterlagen für die Stichwahl des Städteregionsrates am Sonntag, 18. November. 3340 Briefe wurden allein vom Rathaus auf dem Morlaixplatz auf den Weg geschickt. Auch die restlichen Kommunen im Nordkreis stehen dem in nichts nach.

16 Auszubildende der Verwaltung hätten einen in Würselen ganzen Tag lang Briefe gepackt, so Pressesprecher Bernd Schaffrath. Ein Leser meldete uns dazu Kritik: Die Unterlagen seien in einem Umschlag im A4-Format bei ihm angekommen, merkt er an. 1,45 Euro koste das Porto eines solchen Briefes. Warum die Stadt nicht kleinere Umschläge verwendet habe, bei denen auch das Porto günstiger wäre, fragt er sich. „Wir haben das alles an einem Tag verpackt, alle Zettel zu knicken und in kleineren Umschlägen zu verpacken, dauert wesentlich länger, das hätte höhere Personalkosten zur Folge gehabt“, erklärt Schaffrath. Man habe unter Druck gestanden, die Unterlagen schnellstmöglich zu versenden: „Wir haben sie mittwochs von der Städteregion erhalten und Donnerstag direkt losgeschickt.“ Bei dem Versenden der Briefwahlunterlagen zum ersten Wahldurchgang hatte es in Würselen Probleme mit dem Versand gegeben, man habe sicherstellen wollen, dass alle Unterlagen pünktlich bei den Wahlberechtigen ankommen. Sollten die Briefe noch nicht angekommen sein, bittet er darum, dass man sich beim Wahlamt, 02405/67839, meldet.

Auch in den anderen drei Kommunen laufen die Vorbereitungen für Sonntag. In Alsdorf wurden bereits 3226 (Stand Mittwoch 7.30 Uhr) Briefwahlunterlagen versandt, in Baesweiler mehr als 2230 und Herzogenrath zählt 3674 - als Kompaktbrief, in DIN A6 und A5, wie die Verwaltungen auf Nachfrage mitteilten.

Wie hoch die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl wird, wollte keine der Kommunen prognostizieren. „Es ist bekanntlich so, dass die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl in den Keller geht“, sagt jedoch Schaffrath. Und schon bei der Wahl am 4. November war die Beteiligung eher gering. Die wenigsten Bürger hatten in Alsdorf abgestimmt: Von 35.905 Wahlberechtigten nutzten nur 10.549 (29,38 Prozent) ihre Stimme. Prozentual etwas mehr waren es in Baesweiler: Von 20.666 Berechtigten gaben 6870 (33,24 Prozent) ihre Stimme ab, in Herzogenrath waren es 13.243 (35,28 Prozent) von 37.539, und Würselen ist prozentual Spitzenreiter mit 11378 Wählern (36,66 Prozent) von 31.038 Berechtigten.

Die Beantragung der Briefwahl ist in allen vier Städten noch bis Freitag, 16. November, 18 Uhr im Wahlamt der Rathäuser möglich.

(nt)
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