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Einsätze der Feuerwehr: Die Retter haben alle Hände voll zu tun

Einsätze der Feuerwehr : Die Retter haben alle Hände voll zu tun

Der Wintersturm am Wochenende hat der Feuerwehr im Nordkreis reichlich Arbeit beschert. Schon um 9 Uhr gingen erste Notrufe ein.

Der Feuerwehr der Stadt Alsdorf wurden gleich mehrere Einsatzstellen seitens der Feuerwehrleitstelle aus Aachen gemeldet. Bereits in den frühen Morgenstunden trafen die ersten Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 95 km/h auf das Einsatzgebiet der Alsdorfer Wehr.

Die hauptamtliche Wache bereitete daraufhin die Zentrale der Feuer- und Rettungswache vorsorglich auf eine mögliche Flächenlage vor, damit im Bedarfsfall die Einsatzstellen mit Unterstützung der Freiwilligen Einsatzkräfte abgearbeitet werden können.

Bäume stürzten beim Wintersturm in Alsdorfauf die Straßen. Foto: Feuerwehr Alsdorf

Bereits gegen 9 Uhr gingen die ersten Notrufe ein. Neben vielen umgefallenen Bauzäunen beispielsweise rund um die Großbaustelle am Alsdorfer Kinopark, wurden sechs umgestürzte Bäume im Stadtgebiet gemeldet. Im Anna-Park wurde eine Solaranlage von einem Dach eines Wohnhauses geweht. In Alsdorf-Reifeld stürzte ein großer Baum auf eine Fahrbahn, nachdem dieser eine Stromleitung der Straßenbeleuchtung durchtrennt hatte. Für die Gefahrenabwehr musste daher zunächst der örtliche Energieversorger zur Einsatzstelle alarmiert werden, damit die Retter gefahrlos den Baum mittels Kettensägen entfernen konnten. Weitere Bäume wurden am Sportplatz in Alsdorf-Zopp sowie in der Poststraße im Stadtteil Mariadorf entwurzelt. Im Broichbachtal stürzte ein Baum in der Nähe einer Reithalle um, der sich so unglücklich in den Baumkronen auf einer Höhe von fünf Metern verfing, dass dieser zum Eigenschutz der Einsatzkräfte erst am Folgetag bei Windstille entfernt werden konnte. Abschließend wurde in der Querstraße ein umgestürztes Werbeschild gesichert. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte vom Eigenbetrieb Technischer Dienst der Stadt Alsdorf. Bis 16.30 Uhr hatten die hauptamtlichen Mitarbeiter unter der Leitung von Einsatzleiter Guido Rüffer alle Hände voll zu tun.

Das Sturmtief „Hermine“ hat am Sonntagnachmittag auch für die Feuerwehr Herzogenrath einiges an Arbeit beschert; hinzu kam noch ein Verkehrsunfall und eine Drehleiterrettung. So musste die Feuerwehr Herzogenrath mehrere Einsätze aufgrund abarbeiten. Insgesamt mussten die Kräfte der Feuerwache innerhalb von vier Stunden zu acht Sturmeinsätzen ausrücken. Hierbei galt es vorwiegend, umgestürzte Bäume, lose Dachziegel, abgebrochene Äste und umgewehte Bauzäune zu beseitigen beziehungsweise zu sichern.

In Herzogenrath kam noch ein Unfall zur Einsatzlage hinzu. Foto: Feuerwehr Herzogenrath/Feuerwehr 'Herzogenrath

Zusätzlich mussten sie zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Roermonder Straße nach Kohlscheid und zu einer Drehleiterrettung an einem Haus an der Geilenkirchener Straße ausrücken.

Durch die hohe Anzahl von einlaufenden Einsatzmeldungen innerhalb kürzester Zeit wurden zusätzlich die Löschzüge Kohlscheid und Merkstein zu drei Einsätzen mit alarmiert.