Würselen: Die Realschule Würselen wird 50

Würselen: Die Realschule Würselen wird 50

„Die Realschule nimmt seit einem halben Jahrhundert eine wichtige Stellung in der Bildungslandschaft der Stadt ein.” Das durfte deren Leiter, Lorenz Hellmann, für sein „Geburtstagskind” beim Festakt reklamieren, als es jetzt eine Woche lang unter dem Motto „Kreativität kennt keine Zeit und kein Alter” feierte.

Wie offen sie auch nach 50 Jahren noch für neue Ideen, ungewohnte Perspektiven und einzigartige Lösungen ist, das spiegelte sich in den vielseitigen Aktivitäten wider, die Schüler und Lehrer mit Unterstützung der Eltern entwickelten.

Dass die Realschule Würselen auch über die Grenzen der Stadt hinaus hohe Wertschätzung genießt, wurde durch die große Zahl der Gäste - unter ihnen Ex-Schulleiterin Else Carl und Ex-Konrektor Peter Haselier - beim Festakt dokumentiert. Konrektor Paul Witschen führte locker durch das Programm und nahm zwischendurch die Gitarre zur Hand.

Starke Identifikation

Die Glückwünsche der Bezirksregierung Köln überbrachte die Leitende Regierungsschuldirektorin Helga Jarosch. Die Realschule Würselen habe immer über den Tellerrand hinaus gesehen, wofür auch die neuerliche Kooperation mit dem Städtischen Gymnasium der beste Beweis sei. Die Förderung der Sprachkompetenz der Schüler sei ihr schon 30 Jahre lang wichtig. Solange funktioniert schon der Austausch mit der bretonischen Partnerstadt Morlaix. Durch die Einrichtung von Laptop-Klassen werde die Schule der Forderung nach mehr Medienkompetenz gerecht. Nicht zuletzt begrüßte Jarosch, dass in den höheren Klassen das Fachraumprinzip umgesetzt worden sei.

Sich in fünf Jahrzehnten in der Mitte des gesellschaftlichen Lebens positioniert zu haben, bescheinigte Bürgermeister Nelles den Verantwortlichen. Die Realschule habe traditionelle Werte bewahrt, aber sich andererseits auch den gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit gestellt. Nelles: „Unsere Realschule war erfolgreicher als andere in der Region.” Er sei fest davon überzeugt, „dass sie eine Keimzelle im Bildungssystem der Zukunft sein wird”.

Wie sehr sich die Eltern mit dem Geburtstagskind identifizieren, brachte der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Michael Holz, auf den Punkt: „Es ist unsere Schule, die unsere Kinder besuchen.” Als ehemaliger Schüler der Realschule schwelgte ihr langjähriger Lehrer Wilfried Zink, assistiert von seiner Ex-Mitschülerin Gisela Asomah, humorvoll in Erinnerungen. Matthias Bartz, der kommissarische Leiter der Kooperationsschule, überbrachte in Begleitung der künftigen Schulleiterin Lydia Becker-Jax deren Glückwünsche zum Geburtstag.”

Die Schule habe sich nur deshalb stetig weiter entwickeln können, „weil die Menschen, die hier arbeiten, sich allesamt mit ihr identifiziert haben”, bedankte sich Schulleiter Hellmann bei seinen vielen Mitstreitern für deren Engagement über Jahre hinweg. Über all die neuen Konzepte sollte man nicht vergessen, „dass wir seit jeher schon erfolgreiche Bildungsarbeit betrieben haben. Wir können die nächsten 50 Jahre in Angriff nehmen.”

In das Programm stimmte die Instrumental-Arbeitsgemeinschaft mit dem „Prelude” aus dem „Te Deum” von Charpentier und Händels „Feuerwerksmusik” ein. Mit einer Sonate von Telemann überbrachte Judith Lohner (Cello), begleitet von Lehrerin Mechthild Blumberger, einen Gruß der Kooperationsschule. Auf dem Klavier brillierten Julian Koska mit einem „Flamenco” und Melissa Demir mit einem Stück von Debussy. Ihren Beitrag zur Gestaltung des Festaktes leisteten auch der Schulchor, eine Projektband und die Trommel-AG.

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