Baesweiler: Die Kita „Kleine Forscher“ darf weiter wachsen

Baesweiler : Die Kita „Kleine Forscher“ darf weiter wachsen

Als ausschließlich allen so richtig zum Lachen zumute war, brach eine kleine „Maus“ in bitterliche Tränen aus. Das Vorschulmädchen hatte sein Glas O-Saft eingebüßt. „Aber das ist doch noch gar nicht leer“, schluchzte sie. Zu einem Zeitpunkt, an dem es noch nicht wissen kann, dass wohl noch viele, viele Gläser auf neue Kindergartenplätze in Baesweiler zu leeren sein werden.

Am Familienzentrum „Kleine Forscher“ an der Ringstraße wurde der erste Spatenstich zum Erweiterungsbau der Einrichtung begossen. Träger ist die Städteregion Aachen. Bei einer Erweiterung von ursprünglich 65 Plätzen (in vier Gruppen) hat die Kita im August des nächsten Jahres dann 165 Plätze geschaffen. Im Vorgriff hat man bereits 40 Plätze in zwei Gruppen in bereitgestellten Containern eingerichtet.

So wird das übernächste Kindergartenjahr in dieser Einrichtung mit acht Gruppen beginnen. 2009 wurde die Kita „Kleine Forscher“ im Zuge des U3-Ausbaus als neue integrative Kindertageseinrichtung und Familienzentrum in Betrieb genommen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg erinnerte sich gut daran, wie er mit Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens damals den Spaten schwang. Etschenberg und Linkens führten die Liste der vielen Ehrengäste an, die diesem Fest beiwohnten.

Die Städteregion — viele weitere Gäste waren neben Thomas Pilgrim, Sander Lutterbach oder Jugendamtsleiter Sebastian Heyn nach Baesweiler gereist — erfüllte damit eines ihrer Versprechen, bis Mitte nächsten Jahres 205 zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Das hatte Sebastian Heyn vor gut drei Wochen noch im Fachausschuss angekündigt. Etschenberg betonte: „Hintergrund dieser engagierten Maßnahmen ist das Wachstum der Stadt Baesweiler und die Versorgung des Neubaugebietes an Kloshaus.“ Etschenberg und Heyn unterstrichen: „Als zuständiges Jugendamt für Baesweiler unterstützen wir gerne die erfreuliche Bevölkerungsentwicklung in Baesweiler.“

„Neben der Versorgung mit Betreuungsplätzen nimmt die Einrichtung im Netzwerk mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung sowie vielen anderen Anbietern umfangreiche soziale Aufgaben für Baesweiler Familien wahr“, stellte Etschenberg heraus. Bürgermeister Linkens betonte, „die gesamten Maßnahmen unterstreichen die Jugendlichkeit unserer Stadt.

Technische Daten des Anbaues, der unter anderem einen 90 Quadratmeter großen Mehrzweckraum bekommt, zu dem auch eine Vergrößerung des Außengeländes auf 300 Quadratmeter gehört, nannte Sander Lutterbach, zuständiger Ingenieur der Städteregion. Bis dann endlich die Kinder in den Genuss kamen, die von einem großen Baumarkt gestifteten Spaten gemeinsam mit den Politikern und Verwaltern einzusetzen.

Kita-Leiterin Regina Brouers war glücklich: „Das ist ein sehr guter Tag für uns heute“. Das konnte auch Bürgermeister Linkens so übernehmen, wurde doch bekannt, dass am 12. Juli der erste Spatenstich für die neue Einrichtung im Baugebiet Kloshaus geplant ist.

(mas)
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