Baesweiler: Die Firma Ingeneric zieht von Aachen nach Baesweiler

Baesweiler : Die Firma Ingeneric zieht von Aachen nach Baesweiler

Die Firma Ingeneric GmbH zieht von Aachen nach Baesweiler. Jetzt wurde der Grundstein für den neuen Stammsitz an der Straße „Zum Carl-Alexander-Park“ von den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Dr. Olaf Rübenach und Dr. Stefan Hambücker gelegt. Mit der Fertigstellung der Anlage wird Ende 2019 gerechnet. Ingeneric entwickelt und produziert Mikro-Optiken, optische und Lasersysteme.

Seit der Gründung als spin-off des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie an der RWTH Aachen im Jahr 2001 war das Unternehmen im Aachener Technologiezentrum am Europaplatz untergebracht. Aufgrund des Wachstums der Firma wurde klar, dass nur ein eigenes Gebäude zukunftsgerecht sein würde, lautet die Begründung für die Neuorientierung.

2015 waren schon einige Bereiche in eine Halle nach Baesweiler ausgegliedert worden. Da trug der seit Jahren währende Austausch mit der Stadt Baesweiler erste Früchte, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens in Erinnerung rief. Derzeit beschäftigt Ingeneric rund 80 Mitarbeiter, „die demnächst an diesem Standort mit Blick ins Grüne und auf die Haldenparklandschaft am Fuß des Carl-Alexander-Parks ihren neuen Arbeitsplatz haben“, wie Linkens sagte.

Rübenach sagte, dass sich der Bürgermeister und der Geschäftsführer des Internationalen Technologie- und Service-Centers (its), Dirk Pfefferling, als „hervorragende Ansprechpartner“ für die Belange der Firma erwiesen hätten.

Die neue zweigeschossige Produktionshalle wird eine Fläche von rund 2700 Quadratmetern haben. Davon sind rund 600 Quadratmeter klimatisierter Arbeitsbereich für Ultrapäzisionsfertigung, in denen die Temperatur auf teilweise +/- 0,5 Grad geregelt wird, wie Rübenach erläuterte.

Zudem entstehen rund 800 Quadratmeter Reinraumfläche für Fertigung und Veredlung der optischen Elemente sowie die Montage von Optikmodulen und Lasersystemen. Gebaut wird zudem ein Bürogebäude für Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung, das gut 1000 Quadratmeter umfasst. Am neuen Standort besteht die Option, eine weitere Halle zu errichten, um weiter wachsen zu können. Dafür ist ein 10.000 Quadratmeter großes Areal vorgesehen.

Geschäftsführer Hambücker sagte, die Anforderungen an die Produktion von Mikrooptiken sei enorm, die zum Beispiel bei der Laser-Materialbearbeitung zum Einsatz kommen, um für eine homogene Verteilung der Intensität des Lichtflusses zu sorgen.

Auch für die Kommunikationstechnik sind solche Steuerungselemente von großer Bedeutung. Bei der Datenübertragung mit Glasfaserkabeln lenken Mikrooptiken das Licht, das die Informationen (Sprache, Bilder, Daten) enthält, so in das Kabel ein, dass die effiziente Übertragung oder Speicherung größter Datenmengen ermöglicht wird, so das Unternehmen. Die Abmessungen von mikrooptischen Bauteilen betragen zum Teil weniger als einen Millimeter.

Modernste Produktionstechnik

Der Bau des neuen Firmensitzes erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Hochtechnologieunternehmen Trumpf GmbH + Co. KG, der Muttergesellschaft von Ingeneric. Damit verbunden ist eine Investition in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Hinzu kommt ein „siebenstelliger Betrag“ für modernste Produktionstechnik, wie Ingeneric-Geschäftsführer Rübenach vor Ort sagte. Die Firma suche weitere Fachkräfte. Noch in diesem Jahr könnte die Marke 100 erreicht werden.

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