Alsdorf: Die APO GmbH kehrt jetzt zu ihren Wurzeln zurück

Alsdorf: Die APO GmbH kehrt jetzt zu ihren Wurzeln zurück

Der gebürtige Alsdorfer Antonio Pozo kehrt aus Aachen zu seinen Wurzeln zurück. In Alsdorf im Jahre 1970 geboren, hatte er im Jahre 2002 die „APO” gegründet, zunächst als Ein-Mann-Betrieb. „Das hat nichts mit der Außerparlamentarischen Opposition zu tun”, tritt er lachend einem falschen Eindruck entgegen.

Das Kürzel steht schlichtweg für den Namen des Firmeninhabers. Im Jahre 2005 zog er nach Aachen aufs Philippsgelände.

un haben Bagger bereits mit den Erdarbeiten am neuen Standort am Eingang zum Industriepark in Hoengen begonnen. Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Gelände in direkter Nachbarschaft der Firma GLS sollen Verwaltung und zwei Produktionshallen für die beiden Sparten der Geschäftstätigkeit hochgezogen werden: die APO GmbH Massenkleinteilbeschichtung und die im Januar 2010 gegründete APO Industrielackierung GmbH. Die APO bearbeitet, beschichtet und liefert viele verschiedene (Klein-)Teile per sogenannter Trommelbeschichtung.

„Grundstock meines Erfolges ist die Kunststoffbeschichtung”, begründet Pozo die rasche Expansion seiner beiden Schwesterfirmen, die insgesamt 20 Mitarbeiter zählen. Seine Kunden kommen aus dem Bereich Design, Messebau, Sonnenbänke oder auch Kosmetik. Immer geht es um die Veredlung beziehungsweise Beschichten und Lackieren. Das gilt ebenso für den einfachen Kugelschreiber, dessen eigentlich tristem Plastik Pozo das passende elegante „Kleid” verpassen kann.

Mindestens 1,8 Millionen Euro will Pozo am neuen Standort in die Gebäude investieren, hinzu kommen weitere bis zu 400 000 Euro für Fertigungsanlagen (neue Beschichtungstrommeln, Reinigungstechnik und anderes mehr).

Der erste Kontakt zur Firma APO in Aachen kam über Bürgermeister Alfred Sonders zustande, der sich natürlich über die Firma und die damit verbundenen Arbeitsplätze freut. Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion Aachen und der städtischen Industrie- und Gewerbepark Alsdorf GmbH (IGA), verweist auf die Rolle der IGA: Sie beriet Antonio Pozo bei der Standortfrage und unterstützte ihn bei den Bauvorplanungen.

Im August soll die Industrielackierung Einzug ins neue Gebäude halten, zum Jahreswechsel folgt die Sparte Massenkleinteilbeschichtung, skizziert Pozo die Umsiedlung - oder besser Rückkehr. Das wird seinen Vater Francesco freuen, der 1963 aus Spanien nach Alsdorf kam und im Bergbau als Hauer arbeitete. Der Senior kommt täglich für ein paar Stunden in den Betrieb, wie sein Sohn erzählt. Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat, kann eben nicht so einfach seine Hände in den Schoß legen. Der Sohn ist genauso fleißig, hat er sich doch auf dem zweiten Bildungsweg zielbewusst und erfolgreich nach oben gearbeitet.