Herzogenrath: Die alte Rathausuhr in Merkstein soll wieder schlagen

Herzogenrath : Die alte Rathausuhr in Merkstein soll wieder schlagen

In den 70er Jahren blieb die Merksteiner Rathausuhr bei zehn vor drei Uhr stehen, wie bis heute zu sehen ist. Merksteiner Bürger fanden sich nun zusammen und wollen, dass die alte Rathausuhr wieder schlägt — im halbstündigen Takt von 8 bis 22 Uhr. So bildete sich die Bürgerinitiative Merkstein.

Deren Sprecher ist Eduard Vondenhoff. „Die Genehmigung zur Restaurierung hat der heutige Gebäudebesitzer uns erteilt“, sagte Vondenhoff. Allerdings belaufen sich die Kosten auf etwa 12 000 Euro, dies kann die Bürgerinitiative nicht allein stemmen.

Eduard Vondenhoff präsentierte das neue Banner vor dem alten Rathaus in Merkstein (l.) zum Projekt Restaurierung der Uhr. Das historische Foto zeigt die Rathausuhr (im Hintergrund) im Jahre 1964 anlässlich der Einweihung des Pferdedenkmals. Foto/Fotosammlung: Wolfgang Sevenich.

Es wurde die Bürgerstiftung Herzogenrath mit ins Boot geholt. Beide Initiativen sind bemüht, die Erneuerung der Merksteiner Rathausuhr durch Spenden zu finanzieren. Vondenhoff stellte jetzt das neue Werbebanner vor, das bei allen öffentlichen Veranstaltungen in Merkstein präsentiert wird, um auf das Projekt aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu bitten. Außerdem gibt es umfangreiches Informationsmaterial über das Projekt sowie aufklärende Gespräche.

Vondenhoff ist zuversichtlich, habe ihm doch die Bürgerinitiative mitgeteilt, dass man auf gutem Weg sei, die Hälfte des Finanzbedarfs zusammenzukriegen. Aber er werde noch weitere freundliche Spender suchen, die helfen, das Vorhaben endich in die Tat umzusetzen.

In der Merksteiner Bilderchronik „Die Heimat im Bild“ steht zur Entstehung des Rathauses und seiner Uhr: „Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan, und keinen Tag soll man verpassen. Das Mögliche soll der Entschluss beherzt beim Schopfe fassen!“ Nach dieser Methode sei seit 1945 in Merkstein gearbeitet worden, schreibt der damalige Bürgermeister Hans Landrock i am 30. Mai 1954.

So sei das Rathaus gebaut worden (1948-1950) — für 350 000 DM, einschließlich vollständiger innerer Ausstattung. Natürlich schmückte auch eine Rathausuhr den neuen Bau, die viele Jahre der wachsenden Merksteiner Bevölkerung die Zeit anzeigte.

Das soll nun wieder so sein. Die Aktiven haben sich für die Restauration der alten Uhr einiges Vorgenommen. Das Ziffernblatt mit römischen Zahlen soll einen Durchmesser von 1,20 Meter haben. Es wird eine Standartenspitze aus Metall auf der rechten Seite mit dem Merksteiner Wappen angebracht, diese dreht sich dann im Wind. Zusätzlich wird die neue Uhr beleuchtet, der Turm mit Schieferplatten neu bedeckt werden.

Wer mithelfen möchte, dass die Merksteiner Rathausuhr bald wieder schlagen möge, wird um eine Spende an die Bürgerstiftung Herzogenrath Konto VR Bank, Region Aachen, IBAN: DE 07 3916 2980 1017 1970 33 oder Sparkasse Aachen, IBAN: DE 92 3905 0000 1070 1814 98 gebeten. Eine Spendenbescheinigung erfolgt laut Eduard Vondenhoff sofort nach Eingang.

(fs)