Herzogenrath: Das offene Miteinander gepflegt

Herzogenrath: Das offene Miteinander gepflegt

Gefüllte Weintraubenblätter liegen neben getrockneten Zucchini und verschiedenen Gebäcksorten. Hartweizensalat, Möhrenpüree in Knoblauchsoße. Senda Büyüktanir hat ein festliches Büffet angerichtet, das von mehreren Frauen aufgetragen wird, während auf der Leinwand ein kleiner Film über die Türkei gezeigt wird.

Selcuk Büyüktanir hat diesen zusammengestellt. Das Mitglied des Integrationsrates der Stadt präsentiert an diesem Abend ein Stück Kultur, ihm zur Seite steht Bruno Barth, ebenfalls Mitglied des Integrationsrates und Vorsitzender des städtischen Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur. Gemeinsam führen sie durch den „Türkischen Abend” im Naturfreundehaus.

Buntes Durcheinander

Der Saal ist voll, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sitzen nebeneinander, unterhalten sich, scherzen miteinander. Kinder laufen durch die Räumlichkeiten, spielen Gesellschaftsspiele.

Das, was wie ein Idyll anmutet, ist gelebte Integration und die „funktioniert in Herzogenrath wesentlich besser, als in anderen Städten”, findet Bruno Barth. Es gebe „recht wenig Probleme”, doch bei der Gruppierung beider Seiten in verschiedenen Bereichen sei eine Änderung noch wünschenswert, etwa, dass einige Kinder keine Kindertagesstätte besuchen und mit nur wenigen Deutschkenntnissen in die Grundschule wechseln.

Kommunikation im Vordergrund

Doch der Abend im Naturfreundehaus soll keine politische Veranstaltung sein, sondern ein offenes Miteinander, bei dem die Kommunikation im Vordergrund steht. Und so ist es dann auch. Viele sind gekommen, die bis zu dem Abend noch nicht den Weg in das Haus gefunden haben.

Ein gemütlicher Abend bahnt sich seinen Weg. Bei gutem Essen und anregenden Gesprächen werden Blicke in das Leben anderer geworden und spielend Kontakte geknüpft.

Es geht um Kontakte, die möglichst über diese Veranstaltung hinausgehen.

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