Herzogenrath: „Das ist doch behindert!!?“: Ausstellung im Frauenkomm

Herzogenrath : „Das ist doch behindert!!?“: Ausstellung im Frauenkomm

„Nicht wollen und nicht können ist ein Unterschied. Ich will aber kann oft nicht“, schreibt Veronique Kouchev auf ihrem Siegerplakat. Mit pfiffigem Design und der Farbe Rot als Hingucker macht sie auf die versteckte Behinderung des Asperger-Autismus aufmerksam.

Im „Frauenkomm.Gleis1“ wurde ihr Plakatentwurf jetzt im Rahmen der Ausstellungseröffnung des Wettbewerbs „Das ist doch behindert!!?“ noch einmal gewürdigt.

Um unsichtbare Behinderungen geht es bei der neuen Ausstellung, die bis 30. November im Herzogenrather Bahnhof gezeigt wird. Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), Autismus, Depression, Sprachstörungen — das alles sind Behinderungen oder Erkrankungen, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind.

„Sie stehen jemandem gegenüber und merken nicht, dass diese Person eigentlich eine Behinderung hat, weil Sie sie gar nicht wahrnehmen können — trotzdem stellt sie für die Person eine Einschränkung dar“, erklärt Eva Malecha, eine der beiden Beauftragten der RWTH Aachen für die Vertretung behinderter und chronisch kranker Studierender (Vorschub).

„Rund 70 Prozent der Behinderungen und chronischen Erkrankungen bei Studierenden sind nicht direkt sichtbar. Eine Sensibilisierung ist hier besonders wichtig“, ergänzt ihre Kollegin Svenja Blömeke. Da die Plakate bisher nur in der RWTH-Hauptmensa am Pontwall gezeigt wurden, holt sie jetzt das „Frauenkomm.Gleis1“ nach Herzogenrath.