Das Buch „Weltenauge“ von Marianne und Heinz-Hermann Oster

Herzogenrath : Buchvorstellung: Eine Reise in ein anderes Herzogenrath

Eine Mischung aus Realität, Phantasie und Sage — so kann man das neuste und zweite Werk „Weltenauge — Eine phantastische Reise in ein anderes Herzogenrath“ von Marianne und Heinz-Hermann Oster beschreiben.

Nach dem Diebstahl der Moses-Bronzestatue am Herzogenrather Bahnhof in der Nacht vom 22. auf den 23. April 2014, passieren in der Stadt außergewöhnliche Dinge. Martina und Reinhard Kolvenbach, die bereits aus dem ersten Buch „Das Medaillon der Zauberin“ bekannt sind, widerfahren kuriose Geschehnisse. So erleiden beispielsweise Martinas Eltern einen mysteriösen Unfall, Martina begegnet einem seltsamen Fremden am Bahnhof und die Technik und der Strom bereiten der Stadt Probleme.

Zusammen mit ihren Kindern Christian und Kathrin erleben sie ein magisches Abenteuer in einer anderen Welt und treffen dabei unter anderem auf verschiedene Professoren und Doktoren aus dem 19. und 20. Jahrhundert und die Charivarianer, einem Volk, das ungefähr um 1000 nach Christus lebt.

Dabei spielt vor allem die neu eingeweihte Moses Statue eine wichtige Rolle und schickt Familie Kolvenbach auf eine Reise in eine andere Welt und Zeit, um das Geheimnis um den Diebstahl der Bronzestatue zu lösen.

Das Volk der Charivarianer wird lediglich in dem Buch „Sagenhaftes Herzogenrath Wunderbares Rolduc“ von Helmut Kaiser und Siegfried Schneiders erwähnt. „In dem Buch werden sie als recht tumbes Völkchen dargestellt und ich wollte ihnen einen angemessen Stellenwert in unserer Heimat geben“, erzählt Heinz-Hermann Oster.

Das Vermischen von realen Geschehnissen wie dem Diebstahl und der Einweihung der Moses-Statue oder der Ereignisse im Ersten Weltkrieg und erfundener Welt machen die Geschichte umso spannender. So nutzte Heinz-Hermann Oster auch einige Menschen, die er in seinem Leben kennenlernte als Vorbilder für einige seiner Protagonisten.

Herzogenrather Bahnhof

Einer der vielen Schauplätze in Osters Buch ist der Herzogenrather Bahnhof, der eine zentrale Rolle in dem Werk spielt. Schon als Kind beschäftigte Heinz-Hermann Oster der Kopf, der über dem damaligen Toilettengang am Bahnhof hängt und auch auf dem Titelblatt der Erstausgabe der Kladderadatsch, einer Satirezeitschrift, die von 1848 bis 1944 erschien, zu sehen war. Oster versuchte vergeblich dieses Mysterium zu lösen. Denn auch Aufrufe in diversen Facebookgruppen haben keine genaueren Informationen gebracht. Allerdings hatte Oster auf diese Weise mehr Spielraum und brachte seine Phantasie ein.

Die Idee zu dem Werk hatte Heinz-Hermann Oster bereits kurz nach der Veröffentlichung des ersten Buches, das vor etwa 19 Jahren erschien. Allerdings hatte er erst jetzt wieder mehr Zeit zum Schreiben, nachdem er 2013 wegen einer Krankheit in den Ruhestand trat. Seine Frau Marianne Oster konfrontierte er mit der Idee des Buches erst im Sommer 2016.

Zwar schrieb sie nicht aktiv mit an dem Buch, entwickelte aber die Story mit und steuerte viele Ideen bei. „Das Buch entstand in gleitender Planung. Ich fing an, zu schreiben und währenddessen entwickelte ich erst die Geschichte“, erklärt Heinz-Hermann Oster. So entstanden die verschiedenen Handlungsstränge und Personen.

Da die Herzogenrather Marianne und Heinz-Hermann Oster schon immer sehr für die Geschichte der Stadt interessieren, lag es nah, ein Buch zu schreiben, in dem Herzogenrath der Ort des Geschehens ist.

Wer wissen will, was genau sich hinter dem Volk der Charivarianer verbirgt und wie die Reise der Kolvenbachs in der etwas anderen Welt verläuft und zu Ende geht, kann es ab sofort nachlesen. „Weltenauge — Eine phantastische Reise in ein anderes Herzogenrath“ erschien im Shaker-Media-Verlag und kann zum Preis von 14,90 Euro erworben werden.

(ls)
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