Herzogenrath: Das „Bäderkonzept“ steht auf dem Prüfstand

Herzogenrath : Das „Bäderkonzept“ steht auf dem Prüfstand

Kollektiv aufgeatmet wurde Anfang September, als das Hallenbad Bergerstraße nach intensiver Sanierung endlich wieder seine Pforten öffnete. Sowohl die Stadt, als auch die Bürger waren erleichtert, dass die Möglichkeit zum Freizeit- und Vereinssport in Herzogenrath-Mitte wieder gegeben ist.

Bereits im vergangenen Juli wurde seitens des Stadtrates beschlossen, ein sogenanntes „Bäderkonzept“ für die Roda-Stadt zu erstellen. Dies soll langfristig sowohl dem Vereins- sowie Schulschwimmen, als auch dem Freizeitschwimmern eine den Bedürfnissen angepasste Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Den Herzogenrather Schwimmvereinen wurde ein Fragebogen bezüglich ihrer Erwartungen geschickt. Nach Fristablauf (7. Oktober) werden die Ergebnisse ausgewertet. Eine Besprechung ist für Mitte November anberaumt. Im Zuge dessen haben die Vereine in Kooperation mit der Versehrtensportgemeinschaft Herzogenrath eine Bürgeranregung an die Stadt geschickt. Rund 3000 Unterschriften wurden hierfür gesammelt.

Die Anregung fordert „ein funktionstüchtiges, modernes Lehrschwimmbecken für alle Altersklassen pro Stadtteil“ sowie „ein Zentralschwimmbad, das den Anforderungen der Bürger, Schulen und Sportler genügt“. Der städtische Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur stellte unlängst fest, dass infolge des Bäderkonzepts diese Anforderung erfüllt werden.

Der Auftrag wurde zwischenzeitlich an ein Münchener Beratungsbüro vergeben. Zwei Tage lang inspizierten die Experten bereits die Gegebenheiten vor Ort. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass bis Anfang 2018 eine abschließende Entscheidung über das Konzept erfolgen kann. Die Auswertung der Fragebögen sowie die Bürgeranregung werden Berücksichtigung finden.

Seit dem 10. September ist auch die diesjährige Saison im Freibad Merkstein beendet. Rund 44.000 zahlende Gäste seien ein akzeptables Ergebnis, jedoch sorgten vor allem die schlechten Witterungsverhältnisse im Juli und August für einen immensen Einbruch.

Der Großteil der Gäste wurde noch vor den Sommerferien begrüßt. Im Gegenzug sorgte der in diesem Jahr neu eingeführte „Feierabendtarif“ bei den Verantwortlichen für Zufriedenheit. 509 mal wurde das vergünstigte Ticket für den späten Nachmittag gelöst. Für die Betreiber ein klares Signal, dass das Angebot funktioniert.

Mehr von Aachener Nachrichten