Baesweiler: Dämmerschoppen wird zum Ereignis

Baesweiler: Dämmerschoppen wird zum Ereignis

Teil IV des musikalischen Dämmerschoppens in Baesweiler war auch der Höhepunkt der Sommerkonzerte in Baesweiler - dank Peter-Josef Paffen. Der gebürtige Flovericher ist in Marktoberdorf (nahe Füssen) heimisch geworden. Und das wiederum kam seinen vielen Freunden in seiner ehemaligen Heimatstadt zugute.

Als Dank, dass Baesweilers Verwaltungschef Dr. Willi Linkens vor Jahren zu wirtschaftlichen Themen in Marktoberdorf referierte, „schickte” Paffen - er ist Geschäftsführer der dortigen Musikanten - das Jugendblasorchester Marktoberdorf (JBO) nach Baesweiler.

„Training” für WMC

Mit seinem Dirigenten Thomas Wieser machte das auch durch internationale Auftritte bewährte Orchester den Auftritt in Baesweiler quasi zum Trainingslager für den Auftritt am Sonntag beim Weltmusikfestival (WMC) im niederländischen Kerkrade.

Das von Angelika Welz geführte JBO besteht seit gut 30 Jahren und trat in Baesweiler mit 85 jungen Musikerinnen und Musikern an. Traditionelle Märsche, spanische Rhythmen, einen Ausflug ins Pop-Genre („One Moment in Time”) oder Peter Maffays „Nessaja” aus dem Rock-Opus „Tabaluga” begeisterten das Publikum auf dem vollen Kirchplatz.

Die sehr gute Resonanz ließ Bürgermeister Linkens auch gleich laut spekulieren. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er: „Ich denke, wir werden den Kirchplatz erweitern müssen.” Erweitert wurde das qualitativ hochwertige Mini-Musikfestival auch durch die Beiträge des Loverich-Flovericher Trommler- und Pfeiferkorps. Das hatte mit seinem Dirigenten Albert Bartschat mit dem Reitermarsch „Herzog von Braunschweig” oder dem zu den Uniformen des Korps passenden „Bogenschützenmarsch” das Publikum vor dem Auftritt der Marktoberdorfer „angesteckt”. Besonders die mit einem Dudelsack-Solo aufgetretene Marion Neumann heimste dicken Applaus ein.

Die Schülerin vom bekannten Baesweiler Dudelsackspieler Günter Markenstein blies das auch von den Bläck Fööss gecoverte („Kölle, du bess ming Stadt”) traditionelle Stück „Highland Cathedrale”. Da juckte es auch dem Ensemble des Harmonievereins ordentlich in den Fingern. Aber die hatten sich diesmal der Aufgabe verschrieben, das Publikum zu bewirten - an Abend, der sich sehr lange hinzog.