Concordia Oidtweiler reicht neuen Kunstrasen-Antrag ein

Fußball in Baesweiler : Warum Kunstrasen für Oidtweiler so wichtig ist

Bereitschaft zu erheblichen Eigenleistungen zeigt Concordia Oidtweiler und erneuert seinen Antrag auf einen Kunstrasenplatz. Der Bürgermeister aber will nach Verbotsankündigungen für bestimmte Mikroplastiken erst konkrete Aussagen der EU kennen.

Die geplanten EU-Restriktionen in Sachen Kunststoffgranulat haben die Verantwortlichen bei Concordia Oidtweiler in Sorge versetzt. Hier setzt man auf den Bau eines Kunstrasenplatzes, vor allem, um ein Abwandern des Nachwuchses zu stoppen. Jetzt aber liegen die Pläne auf Eis, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt: Eine Entscheidung wäre derzeit nicht vertretbar: „Wir wollen und müssen meines Erachtens abwarten, wie konkret die Aussage der EU-Kommission sein wird.“

Baesweiler sei mittlerweile die einzige Kommune in der Städteregion ohne Kunstrasenplatz, stellt indes Concordia-Vorsitzender Dirk Springmann auf Nachfrage fest. Doch Kunstrasen sei bei Eltern stark angesagt. Die Verletztungsgefahr sei geringer als etwa auf Asche, und letztlich werde die Ausrüstung nicht so stark verschmutzt. Dafür nähmen Eltern gerne Anfahrten zu auswärtigen Vereinen in Kauf. „Bis zur E- und D-Jugend spielen die Kinder bei uns“, so Springmann mit Verweis auf die gute Jugendarbeit in Oidtweiler. „Dann gehen sie dahin, wo sie bessere Bedingungen vorfinden.“ Ab der E-Jugend stünden Scouts der großen Vereine am Spielfeldrand. Springmann ist dankbar, dass die Stadt sich auf dem Oidtweiler Platz stark engagiert habe. So seien die Grünanlagen gepflegt und die Löcher auf dem Aschenplatz verfüllt worden. Zudem werde die Flutlichtanlage mit LED ausgerüstet. Dennoch: Ab kommendem Jahr, so Springmann, werde Concordia erstmals keine A- und B-Jugend mehr haben.

„Gut ist, dass wir Concordia Oidtweiler mit ihrer intensiven Jugendarbeit für viele Kinder und Jugendliche der gesamten Stadt ergänzend und zur Schonung des Oidtweiler Rasenplatzes den derzeit nicht genutzten Rasenplatz in Loverich anbieten können“, sagt der Bürgermeister und möchte bald mehr darüber wissen, „ob die Initiative einiger Fußballvereine im Sinne einer wie auch immer gearteten Kooperation in der Jugendarbeit weiter betrieben wird“. Concordia indes hat am Montag den Antrag auf Kunstrasen nochmals eingereicht, mit dem Hinweis, zu erheblichen Eigenleistungen bereit zu sein ...

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