Herzogenrath: Charme und Freude mit „Urmel”

Herzogenrath: Charme und Freude mit „Urmel”

Urmel ist eine der Kultfiguren aus der Augsburger Puppenkiste. Viele kennen das kleine Tier mit dem runden Bauch noch von früher, als sie selbst Kind waren.

Heute, 41 Jahre nach der Uraufführung von „Urmel aus dem Eis”, sind die Figuren etwas größer, sie haben ihre Fäden abgelegt und sich als Jungschauspieler im Gemeindehaus der evangelischen Markuskirche vielen begeisterten Zuschauern präsentiert.

Nach fünf Jahren Ritter Rost haben sich die Leiter der Kinder- und Jugendtheatergruppe für ein neues Terrain entschieden. „Es ist so ein süßes Stück, und die Kinder identifizieren sich alle sehr mit ihren Rollen”, bekräftigt die Jugendreferentin Anette Felgenträger.

Was sie insbesondere meint, sind die niedlichen Sprachfehler, die Ping, der Pinguin, Wawa, der Waran oder Seele-Fant, der Seeelefant, haben. Herrlich fantasievoll und geschichtsgetreu haben Claudia George und Sabine Thelenz das Stück inszeniert, das auf der kleinen Vulkaninsel Titiwu spielt. Dort lebt der Professor und Hobby-Zoologe Habakuk Tibatong (Sarah Jacquemot) mit seinem Pflegesohn Tim Tintenklecks (Zoé Dirksen) und dem sprechenden Hausschwein Wutz (Julia Meierl). Mitten in diese friedliche Idylle hinein wird ein Eisberg geschwemmt, in dem sich ein Urzeit-Ei verbirgt: Das Urmel (Carina George), das als grünes Wesen als Bindeglied zwischen den Dinosauriern und den Säugetieren fungiert. Damit ist es mit der Ruhe und Erholung auf Titiwu vorbei. Erst recht, als König Pumponell (Isabel Scheunemann) davon Wind bekommt und sich mit Zoodirektor Zwengelmann (Carmen Jacquemot) auf Urmel-Jagd begibt.

Herausragend dargeboten

Der schauspielerische Nachwuchs zwischen 6 und 14 Jahren taucht mit seinem Publikum ein in eine fantastische Welt voller Abenteuer. Besonders herausragend sind Judith Jansen als Pinguin Ping und Jonas Maximoff in der Rolle des Waran Wawa. Ihr Charme und Enthusiasmus, mit dem sie die Figuren zum Leben erwecken, sind riesig.

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