CDU Würselen mit neuer Spitze

CDU Würselen stellt sich neu auf : Peter Havers ist nun Vorsitzender

Führungswechsel an der Spitze der Christdemokraten: Peter Havers ist neuer Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Würselen. Mit deutlicher Mehrheit wählten die 61 anwesenden Christdemokraten den 52-jährigen Familienvater auf der Mitgliederversammlung im Hotel St. Jobser Hof zu ihrem neuen Vorsitzenden.

Die Neuwahl des Vorsitzenden war erforderlich geworden, da der bisherige Vorsitzende Hans-Josef Bülles im vergangenen Jahr sein Amt niedergelegt hatte. Seitdem führte der CDU-Stadtverordnete Manfred Wirtz kommissarisch den aktuell 342 Mitglieder zählenden Stadtverband.

In seinem Bericht blickte Wirtz auf „turbulente Zeiten“ in der CDU zurück, die man allerdings gut gemeistert habe. Kommunalpolitisch habe die CDU mit ihren Ideen wichtige Akzente gesetzt, nannte er als Beispiele die Entwicklung des Ortsteils Bardenberg und den Bau der neuen Gesamtschule in Würselen. Die CDU habe sich dafür eingesetzt, „dass wir 200 Kitaplätze zusätzlich bekommen“. Außerdem sei die Entwicklung des Verkehrslandeplatzes Merzbrück auf einem guten Weg. Der CDU-Kreisvorsitzende Hendrik Schmitz dankte allen Mitgliedern, die mitgearbeitet haben, den Verband weiterzuführen. Er attestierte der Würselener CDU gute Arbeit während des Wahlkampfes des neuen Städteregionrats Dr. Tim Grüttemeier. Die Situation in Europa sei derzeit „brandgefährlich“, betonte Hendrik Schmitz, Europa dürfe man sich nicht von Populisten kaputtmachen lassen. Er richtete den Appell an alle, bei der Europawahl am 26. Mai unbedingt wählen zu gehen.

Der gebürtige Bardenberger und bei der Handwerkskammer in Aachen als Unternehmensberater tätig. Peter Havers ist in Würselen kein Unbekannter. Von 2004 bis 2014 engagierte er sich bereits kommunalpolitisch als Mitglied des Stadtrats. Als neuer Vorsitzende wolle er „neuen Schwung“ in die Arbeit der Würselener CDU bringen, betonte er. Zur Politik sei er über sein Elternhaus gekommen. Im Jahr 2014 habe er sich aus privaten und beruflichen Gründen eine Auszeit in der Politik genommen, das politische Geschehen in der Stadt jedoch weiterhin verfolgt und den Kontakt zu politischen Freunden gehalten. Als dann im vergangenen Jahr seitens der CDU die Anfrage kam, ob er sich vorstellen könnte wieder aktiv zu werden, war sein Interesse schnell geweckt. Für seine Entscheidung, sich in der Würselener CDU wieder in der ersten Reihe zu engagieren, seien zwei wesentlichen Punkte maßgeblich, sagte Havers: „Der eine war das sehr gute Abschneiden der CDU in Würselen bei der Wahl des neuen Städteregionsrates. Hier konnte man sehen, dass die CDU in ganz Würselen Wahlen gewinnen kann.“ Als zweiten Punkt nannte er die Entwicklungen der CDU auf Bundesebene: Der angekündigte Rückzug von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe innerhalb der CDU eine große Motivation ausgelöst und gezeigt, „was gute Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt positiv bewirken können“. Diesen Schwung und diese positive Stimmung gelte es jetzt in Würselen aufzugreifen und fortzuführen. Peter Havers: „Wir müssen hier in Würselen an diesen positiven Entwicklungen anknüpfen. Es gibt auch hier alte festgefahrene Strukturen, die es aufzubrechen gilt.“ Es gelte jetzt einen guten Europawahlkampf umzusetzen und dann ein „innovatives, nachhaltiges Programm für die Kommunalwahl 2020 zu erarbeiten, um mit jungen, älteren und alten kompetenten und engagierten Kandidatinnen und Kandidaten die Mehrheit in Würselen zu erlangen und endlich nach Werner Breuer wieder den nächsten CDU Bürgermeister in Würselen zu stellen“. Die CDU müsse wieder lernen „auf die Menschen aller Altersgruppen in unserer Stadt zuzugehen und mit ihnen in einen Dialog zu treten“.

Der neue CDU-Stadtverbandsvorstand: Vorsitzender Peter Havers, stellvertrende Vorsitzende Manfred Wirtz und Heiko Franzen, Geschäftsführer Alexander Eck, Kassiererin Josefine Lohmann, Mitgliederbeauftragter Manuel Wirtz sowie die Beisitzer Guido Benend, Erich Benatzky, Werner Breuer, Michael Dahmen, Hans-Peter Drabent, Frank Clemens Küster, Alexandra Reiß, Markus Reiß, Gudrun Ritzen und Heike Tremöhlen.

(ro)
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