Würselen: CDU Würselen: Aus für das Aquana-Schwimmbad ist denkbar

Würselen : CDU Würselen: Aus für das Aquana-Schwimmbad ist denkbar

Die CDU-Fraktion im Würselener Stadtrat schließt das Aus für das defizitäre Freizeitbad Aquana nicht mehr aus. „Das ist zwar nicht unsere erste Wahl, aber wir wollen in den kommenden Monaten alle Optionen genau prüfen. So wie es bislang gelaufen ist, kann es nicht weitergehen“, sagte Frontmann Karl-Jürgen Schmitz im Rahmen der traditionellen Pressekonferenz seiner Gruppierung anlässlich der Beratungen vor derVerabschiedung des neuen kommunalen Haushalts.

Die Stadt Würselen ist alleiniger Gesellschafter der Betreibergesellschaft Euregio Freizeitbad Würselen. Die Defizite im Betrieb müssen regelmäßig von der Kommune ausgeglichen werden und belasten den Haushalt der ohnehin finanziell angespannten Stärkungspaktkommune schwer. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die (Selbst-)Sanierung der überschuldeten Kommune unter Auflagen.

„Wir wollen vorrangig klären, wie das Freizeitbad technisch, aber auch kaufmännisch saniert werden kann,“ sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Durch die Schäden am Dach, die durch das jüngste Sturmtief „Friederike“ offensichtlich wurden, habe die CDU den Eindruck gewonnen, dass diese auch auf „mangelnde fachgerechte Pflege“ zurückzuführen seien.

Dach provisorisch reparieren

Seit demDurchzug von „Friederike“ am Donnerstag, 18. Januar, ist der Schwimmbetrieb des Aquana eingestellt — aus Sicherheitsgründen. Die Dachkonstruktion, unter die Windböen fuhren, ist obendrein durch Korrosion der Befestigung geschwächt. Nach der zurzeit noch laufenden provisorischen Reparatur soll in einem zweiten Schritt die Dachhaubenkonstruktion saniert werden. So heißt es derzeit auf der Homepage des Aquana (Eigenwerbung der Betreibergesellschaft „Spaß kennt keine Grenzen!“): „Badebereich geschlossen.

Wichtiges Update zu unser aktuellen Reparatur am Hallendach im Freizeitbad. Das Freizeitbad bleibt zunächst aufgrund restlicher Reparaturen am Hallendach und anschließenden Reinigungsarbeiten bis einschließlich 25.02.2018 geschlossen.“ Einziger Trost: „Der Saunabereich (innen und Saunagarten) ist davon nicht betroffen.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Schmitz sagte: „Wir wissen, dass es auch um die Aufrechterhaltung des wichtigen Schulschwimmens geht. Der muss in jedem Fall natürlich weiter gesichert sein.“ Schmitz verweist darauf, dass auch benachbarte Kommunen ihre Probleme mit dem Bestand von Schwimmbädern haben. Beispielsweise arbeitet Herzogenrath an einem neuen Bäderkonzept und überlegt, wo im Stadtgebiet ein Neubau idealerweise errichtet werden könnte.

Hier sei ganz im Sinne der interkommunalen Zusammenarbeit zu überlegen, ob es nicht Sinn habe, ein neues, zentral gelegenes Schwimmzentrum zu errichten, das von verschiedenen Kommunen genutzt werden könnte, betont Schmitz. Ihm sei klar, dass eine alle Belange berücksichtigende Regelung nicht von jetzt auf gleich zu finden wäre: „Das sage ich natürlich unter allem Vorbehalt. Aber auch das sollte genau geprüft werden.“