Alsdorf: CDU ruft zum Widerstand auf

Alsdorf: CDU ruft zum Widerstand auf

In Kellersberg hat sich offenbar eine Methode der Informationsvermittlung durch die Parteien etabliert, die es auf diese Weise sonst nur in Wahlkampfzeiten gibt.

Nachdem der SPD-Ortsverein Kellersberg mit Postwurfsendungen für die Pläne der „Gestaltungsmehrheit” aus SPD, ABU und FDP warb, nämlich die Grundschule zu schließen, den Sportplatz des SC Kellersberg langfristig in den Bebauungsplan Husemannstraße zu überführen und die alte „Knabenschule”, in der jetzt noch die VHS residiert, abzureißen und einen „architektonisch schön anzusehenden Garagenhof” zu bauen, meldet sich per Info-Flyer jetzt auch die CDU zu Wort.

Zuvor hatte bereits eine Plakataktion der KSC-Ehrenmitglieder die Ablehnung der Absichten der „Gestaltungsmehrheit” kundgetan - vornehmlich die der Sportplatzschließung. „Kellersberger wehrt euch! Keine Schulschließung! Keine Sportplatzverlegung!”, heißt es appelativ auf dem Vierseiter. „Kellersberg wird systematisch kaputtgemacht”, wirft Roland Krichel, Geschäftsführer der Alsdorfer CDU, im Flyer den „Gestaltern” vor.

Den Umzug der Kellersberger Grundschüler nach Siedlung Ost wird mit Nachdruck eine Abfuhr erteilt: „Warum soll die Grundschule nicht einzügig weiterberstehen?”, fragt Roland Krichel. Zudem müsse man doch ehe voreilig gehandelt würde, abwarten, wohin die Reise der rot-grünen Landesregierung in Sachen Schulentwicklungsplan ginge. Weitere Fragen stellen sich den Christdemokraten: Wie hoch sind die jährlichen Einsparungen? Wie kommen die Kinder gefahrenfrei zur Schule in Ost? Und was passiert mit dem Grundschulgebäude und der Turnhalle?

Zur „Auslagerung” des SC Kellersberg bezieht die Alsdorfer CDU ebbenso Stellung: „Wir teilen die Meinung, dass der SC nach Kellersberg gehört und nicht zu einem heimatlosen Verein werden darf”, sagt Krichel. Alternativen zu den Vorstellungen der Ratsmehrheit von SPD, ABU und FDP hat Krichel noch nicht vorzuweisen. „Aber wir werden uns intensiv mit dem Thema auseinandersetzen”, verspricht der CDU-Geschäftsführer.

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