Baesweiler: Carl Alexander Park: Gewerbeflächen nach Baukastenprinzip

Baesweiler: Carl Alexander Park: Gewerbeflächen nach Baukastenprinzip

Mit lauter Stimme gab der Zimmermann, oben auf dem Dach stehend, dem Bauherrn, den Mietern und der Stadt seine besten Wünsche mit auf den Weg. Nach seinem traditionellen Richtspruch, den er von der Halle in der „CAP Businessliga” herunterrief, leerte der Handwerker natürlich auch den obligatorischen Schnaps und zerschmetterte das Glas dann auf dem Baugerüst.

Für einen glücklichen Start der beiden neuen Hallen ist also gesorgt. Bis September sollen sie fertiggestellt sein. Dann stehen drei von zehn geplanten Hallen auf dem insgesamt 16.000 Quadratmeter großen Grundstück. Tom Virt, einer der Initiatoren der Businessliga, rechnet vor, dass damit rund 60 neue Arbeitsplätze in den Gewerbepark kommen. Die Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungs-Kanzlei Gatzweiler und Kiefer, die Werbeagentur Norbert Junge, eine Internetplattform und ein Finanzberater werden dort bald arbeiten.

Ziel der Initiatoren Tom Virt und Hermann Gatzweiler ist es, „kleine und mittelständische Betriebe aus dem Technologie-Sektor anzusiedeln”. So arbeitet in der ersten, fertigen Halle bereits ein Zerspanungsunternehmen. „Diese Unternehmen wollen eher in den Maschinenpark investieren, nicht so sehr in eine eigene Halle”, sagt Virt. Die Büro- und Hallenflächen können in der Businessliga langfristig gemietet werden.

Dabei soll es eine enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Technologie- und Service-Center (ITS) geben. „Wenn Unternehmen im ITS aus den Startup-Schuhen herausgewachsen sind, können sie zu uns kommen”, sagt Virt.

Auch Dirk Pfeifferling, ITS-Geschäftsführer, strebt eine enge Kooperation an: „Das ergänzt sich sehr gut. Wenn die Räume im ITS zu klein sind, aber die Firma nicht gleich selber bauen will, können sie in der CAP-Businessliga langfristig mieten.” So könne man Unternehmen, die in Baesweiler arbeiten wollen, nicht nur Grundstücke, sondern auch Mietflächen bieten, erklärt Bürgermeister Dr. Willi Linkens zufrieden.

Wer am Fuß der Abraumhalde arbeiten möchte, könne in der Businessliga „sehr individuell” planen. Wieviel Büro-, Produktions- oder Lagerfläche man braucht, kann man vorher festlegen. Die Hallen sind in „einfacher, funktionaler” Bauweise aus „Modulen” zusammengesetzt, erklären Gatzweiler und Virt.

Bürgermeister Linkens unterstreicht unterdessen, dass die Businessliga auch städtebaulich gut aufgehoben sei: „Wir sind hier direkt an der Landstraße, neben dem Carl-Alexander-Park, dem Gewerbegebiet und der Wohnbebauung.”

Mehr von Aachener Nachrichten