Baesweiler: Burg als Kulturzentrum fest etabliert

Baesweiler: Burg als Kulturzentrum fest etabliert

In die Aufstellung des Kulturprogramms für 2014 bindet die Stadt Baesweiler die guten Erfahrungen der vergangenen Jahre ein. Der Fachausschuss der Stadt segnete das neue Programm mehrheitlich ab. Es beinhaltet auch weiterhin die beliebte Veranstaltungsreihe „Kultur nach 8“, den äußerst beliebten Aktivurlaub, der in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feierte und auch die Dämmerschoppenreihe sowie viele Vereinsfeste und Konzerte gehören zum neuen Programm.

Baesweilers Kulturdezernent Frank Brunner formulierte in der Sitzungsvorlage unter anderem, „als zentraler Veranstaltungsort hat sich das Kulturzentrum Burg Baesweiler etabliert“. Die Stadt empfindet, die Kombination aus kultureller Veranstaltungsstätte mit besonderem Flair, Gastronomie und Stadtbücherei biete den Besuchern ein umfassendes Angebot „in ganz besonderem Ambiente“.

Martinszüge zählen dazu

Zum Programm für das kommende Jahr wird auch ein Musical gehören, dass vom Settericher Tanzteam Nessaja aufgeführt wird. Die großen Erfolge in den vergangenen Jahren würden nahe legen, eine solche Veranstaltung auch 2014 anzubieten.

Auch die „Woche der Kinder und Jugendlichen“ sowie die seit Jahren angebotene „Woche für Senioren“ sind ebenfalls Inhalte des neuen Kulturprogramms. Dazu greift man auch gerne auf die Kirmesveranstaltungen der Vereine und Schützenbruderschaften zurück. Sie sind ebenfalls zentraler Punkt der Aktivitäten.

Ausstellungen, Radwandertag, Neujahrsempfang, Majestätenempfang, Tag der besonderen Leistungen oder Martinszüge und die Veranstaltungen des Settericher Gewerbevereins sowie des Baesweiler Gewerbeverbandes nehmen ebenfalls zentrale Rollen ein. Ein Diskussionspunkt — der letztlich dazu führte, dass Grünen-Sprecher Rolf Beckers dem Beschluss nicht zustimmte — entzündete sich bei der Betrachtung des interkulturellen Aspektes des Programms.

Jeder kann teilnehmen

Zunächst würdigte Rolf Beckers, dass sich „das vorgelegte Konzept in Baesweiler bewährt hat. Ich vermisse allerdings die interkulturelle Vielfalt“. Unter anderem monierte Beckers wie schon in früheren Sitzungen und wie vom Ausländerbeirat seinerzeit kritisiert, „die Dämmerschoppen sind keine interkulturellen Veranstaltungen“.

Das brachte CDU-Sprecher Wolfgang Scheen auf den Plan. Er formulierte in Richtung Beckers: „Wir haben das Thema interkulturelle Kompetenz zigmal diskutiert. Das kommt inzwischen bei uns so an wie täglich grüßt das Murmeltier“. Wolfgang Scheen argumentierte, „wir haben den Bereich insgesamt gut abgedeckt“.

Bürgermeister Willi Linkens bemerkte, „wir sind flexibel, wenn Anregungen kommen“. Zudem erinnerte Linkens auch Richtung Rolf Beckers: „Das ganze Kulturprogramm ist nicht nur für Deutschstämmige gedacht“. Jeder Mitbürger könne an Dämmerschoppen, Woche für Jugendliche und Senioren und allen weiteren Veranstaltungen teilnehmen.

Linkens: „Wir würden uns freuen, wenn man allgemein die Vielfalt unserer Angebote annehmen würde“. CDU, SPD und FDP stimmten dem Beschluss zu, die Grünen stimmten mit Nein.

(mas)
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