Alsdorf: Bürgermeister Sonders: Bestand sinnvoll ergänzen

Alsdorf: Bürgermeister Sonders: Bestand sinnvoll ergänzen

Einen „Schnellschuss“ möchte Bürgermeister Alfred Sonders keinesfalls auf dem Zentralparkplatz, wo es gemäß Standortkonzept gelte, eine attraktive Verbindung zwischen Annapark und Denkmalplatz zu knüpfen. Auf Anfrage stellt er fest, dass der Parkplatz einerseits baurechtlich an die Stadthalle gebunden sei und andererseits genau analysiert werden müsse, was dort anzusiedeln sei.

Denn: „Einen Verdrängungswettbewerb hat es in 25 Jahren genug gegeben.“ So sieht Sonders im Projekt „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“ die große Chance, Bestehendes in der Innenstadt zu stärken, um für Neues gewappnet zu sein. Die Soziale Stadt kommt wie berichtet mit dem Dienstleistungsprojekt ABBBA samt Belebung der Luisenpassage daher sowie dem Fassadenprogramm und darüber hinaus einem jüngst im Stadtrat auf die Schiene gesetzten Leerstandsmarketing.

Sonders: „Die WFG wird dazu mit der Analyse beauftragt. Auf einer Website sollen in Zukunft Leerstände respektive Interessenten aufgenommen werden.“ Dazu komme das Bildungszentrum Kubiz, das bald 1000 junge Menschen und ihre Bedürfnisse mitten in die Stadt bringe, sowie eine Diskothek in der Unterstation und das Energeticon. Auch im Augenzentrum am Kaufland sowie weiteren Ansiedlungen auf dem Gesundheitssektor sieht er Potenzial.

Parallel setzt Sonders auf „den Blick von oben“. Ein studentischer Ideenwettbewerb, für den des Bürgermeisters Spenden-akquise bereits gut fortgeschritten sei, wie er bekundet, soll Impulse geben für weitere innerstädtische Projekte — ohne den Bestand zu gefährden: „Wir müssen das Haben sinnvoll ergänzen, die Aufenthaltsqualität erhöhen.“ Platz dafür gebe es genug, etwa den früheren Firmenparkplatz Hubertusstraße, Flächen der evangelischen Kirche am St.-Brieuc-Platz, den P+R-Parkplatz Prämienstraße, im Annapark, Baulücken an der Bahnhofstraße und eben 25.000 Quadratmeter Zentralparkplatz.

Noch in diesem Jahr möchte der Bürgermeister die Parameter für den Wettbewerb definiert haben, um „das Beste“ abschöpfen und in einen Innenstadtrahmenplan gießen zu können.

(bea)