Nordkreis: Breitbandausbau: Städte ermitteln Bedarf an Schulen

Nordkreis : Breitbandausbau: Städte ermitteln Bedarf an Schulen

Schulen im Nordkreis sollen schnelleres Internet erhalten. Dazu hatte die Städteregion bereits im März dieses Jahres für Alsdorf, Würselen und Herzogenrath einen Antrag im Bundesinfrastrukturprogramm „Breitband mit Glasfaser“ gestellt.

Ein vorläufiger Förderbescheid liegt vor, nun gilt es, den Bedarf an jeder Schule zu ermitteln und eine Kostenaufstellung zu machen. Wie die Stadt Alsdorf auf Nachfrage mitteilte, ist die Verwaltung gerade mit einer solchen Bestandsaufnahme befasst. „Die Städteregion benennt die weißen Punkte auf der Landkarte, dann werden die Anträge im Detail formuliert“, sagt Kämmerer Michael Hafers.

Die Stadt Würselen hat in der vergangenen Ratssitzung bereits eine Liste vorgelegt, die benötigte Bandbreiten benennt. Mit den vorhandenen Bandbreiten sei es schon jetzt nicht mehr möglich, dass drei Klassen gleichzeitig ein Lehrvideo im Internet anschauten oder 30 Notebooks auf eine internetgeschützte Lernsoftware zugriffen, während die Sekretärin Datenaktualisierungen vornähme.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat seinerseits eine Definition vorgelegt, wann von einer Unterversorgung die Rede ist: Wenn neben der Schulverwaltung jede Klasse einer Schule dauerhaft über eine Datenversorgungsrate mit weniger als 30 Megabits pro Sekunde verfügt. Und das treffe in Würselen auf alle Schulen zu, so die Stadtverwaltung.

Je mehr Schüler auf das Internet zugreifen, desto größer muss die Brandbreite sein, die gewährleistet, dass alle partizipieren können. Demnach brauchen Heilig-Geist-Gymnasium (930 Mbits/s), städtisches Gymnasium (870 Mbits/s)und Gesamtschule (im laufenden Schuljahr 390, ab 2023/24 930 Mbits/s) eine höhere Bandbreite als eine Grundschule. Die Grundschulen verfügen derzeit über fünf, die auslaufende Realschule und das Gymnasium über zehn sowie die Gesamtschule über 100 Mbits/s. Der Vollständigkeit halber: Das HGG hat 50 Mbits/s, aber keine Standleitung.

Voraussichtlich im Jahr 2019 könnten schon alle Schulen mit einer Breitbandlösung versehen sein. Und das für die Kommunen kostenlos.

(vm)