Herzogenrath: Bissige Politsatire und Reflektion des Alltags

Herzogenrath: Bissige Politsatire und Reflektion des Alltags

In ihrer zweiten Ausstellung in den neuen Räumen am Ferdinand-Schmetz-Platz präsentiert die Galerie „Artco” multiple Werke bedeutender afrikanischer Gegenwartskünstler. Zu sehen sind Bilder und Skulpturen von Norman Catherine, Godfried Donkor, El Loko, Toyin Loye, Owusu-Ankomah und Emeka Udemba.

Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Drucke, Grafiken oder Multiples, die die Künstler zum Teil von Hand nachbearbeitet und so zu Unikaten gemacht haben.

Von Norman Catherine aus Südafrika sind Holzskulpturen und farbige Siebdrucke zu sehen, in denen er auf sehr bissige Art politische Themen karikiert. Godfried Donkor stammt aus Ghana und lebt in London. Auch seine Collagen sind sehr politisch, thematisieren Ausbeutung und Sklaverei. El Loko ist ein Landsmann von ihm, der jedoch bereits seit vielen Jahren in Deutschland lebt und bei Beuys studiert hat. Zu sehen sind von Holzschnitte aus den 70er und 80er Jahren sowie einige Stelen.

Toyin Loye ist Nigerianer und lebt in Den Haag. Seine farbenfrohen Siebdrucke spiegeln das alltägliche Leben in Nigeria wieder. Einen zweiten Blick braucht man für die Lithografien von Owusu-Ankomah aus Ghana, um in den Symbolen diejavascript:{} menschlichen Figuren zu entdecken. Emeka Udemba aus Nigeria stellt in seinen Fotografien klassische Skulpturen der Antike nach.

Insgesamt eine interessante Begegnung mit ganz unterschiedlichen Ausdrucksformen von sechs afrikanischen Künstlern. Die Ausstellung ist noch bis zum 14\. August in der Galerie „Artco” im Bockreiterzentrum am Ferdinand-Schmetz-Platz zu sehen, immer dienstags bis freitags von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 15 bis 18 Uhr.

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