Aachen/Würselen: Bianka Debyes strickt Schals für gute Zwecke

Aachen/Würselen: Bianka Debyes strickt Schals für gute Zwecke

Egal, ob einfarbig oder gemustert, ganz glatt oder gar gekräuselt — Bianka Debyes Schals kommen super an. Stolz zeigt sie einige Werke. „Einen Farbtrend kann ich momentan nicht ausmachen, aber was die Machart betrifft, kommen Rüschen-Schals gerade deutlich besser an als Loop-Schals“, stellt die Verwaltungsangestellte des Uniklinikums der RWTH Aachen fest.

Seit ihrer Zeit als Arzthelferin in der Tumorambulanz vor vier Jahren hat sie die Begeisterung gepackt, für den guten Zweck zu stricken. „Bei den Handarbeiten konnte ich mich damals wie heute entspannen und dann habe ich mir gedacht, wohin mit all den schönen Schals?“, erklärt Debye schmunzelnd.

Schnell entstand die Idee, die Strickarbeiten bei einem Basar im Krankenhausfoyer feilzubieten. „Beim ersten Mal hatte ich schon 70 Stück zusammen und im vergangenen Jahr konnte ich insgesamt 650 Euro einnehmen“, freut sich die Würselenerin, die mit dem Erlös je zur Hälfte für die Kinderkardiologie des Uniklinikums und den Verein Home Care unterstützt. Home Care finanziert mit dem Geld die Betreuung Schwerkranker, also die palliative Versorgung zuhause. „Schnelle und unbürokratische Hilfe ist hier wichtig“, betont Debye, die in der Tumorambulanz viele schwere Schicksale erlebt hat.

Wie viele Schals sie schon gestrickt hat, das wird Debye oft gefragt. „Darüber habe ich den Überblick schon verloren“, schmunzelt sie. „Aber an die 500 könnten es schon sein“, mutmaßt sie. „Ich bin eine Schnellstrickerin, brauche ein bis zwei Stunden pro Stück.“ Der nächste Basar, bei dem Bianka Debye ihre Schals anbietet, ist am 10. Dezember im Foyer des Uniklinikums geplant. Infos im Uniklinikum unter Telefon 0241/800.

(nina)
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