Herzogenrath: Besucher genießen Frühlingsfest in Roda

Herzogenrath : Besucher genießen Frühlingsfest in Roda

Wer nicht schon in den Vormittagsstunden den heimischen Grill anfachte, hatte wohl zwangsläufig den Weg in die Einkaufsgassen rund um den Ferdinand-Schmetz-Platz gefunden. Satte 25 Grad Celsius hatte das Thermometer für das Frühlingsfest zu bieten — die „ersten Anzeichen“ des Sommers hatten gerade rechtzeitig den Weg nach Roda gefunden.

Neben der großen Sause im Zentrum samt Showbühne und Jahrmarkt-Attraktionen hatte der Herzogenrather Gewerbeverein nach der vorsorglichen Absage im vergangenen Jahr nun für offene Geschäfte am Sonntag gesorgt.

Dabei ging erst einmal beschaulich los. Als am Samstagmittag die letzten Aufbauten abgeschlissen waren und die ersten Stände ihre Waren auslegten, regte sich in der Fußgängerzone noch nicht allzu viel. Ändern sollte sich das spätestens ab 15 Uhr, als die Formation „HeartRock“ die inzwischen zahlreichen Besucher in Stimmung brachte. Im Gegenzug verzückte das Ensemble der Ballettschule Judy Halatschev mit imposanter Choreographie.

Die Verantwortlichen des Gewerbevereins um die Vorsitzende Ina Hauswirth und Geschäftsführer Hans-Peter Krzemien hatten vor dem Start in die „Stadtfest-Saison“ einige Hürden zu meistern. Aufgrund der erst gute drei Wochen vor dem Frühlingsfest angesetzten Ratssitzung konnte die offizielle Genehmigung seitens der Stadt erst spät erteilt werden. Vertragsunterzeichnungen mit Händlern und Show-Acts mussten solange warten. Dagegen konnten die seitens der Gewerkschaften erstrittenen, harten Richtlinien für die Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntages problemlos eingehalten werden.

Zur Erinnerung: Eine Genehmigung hierfür wird nur dann erteilt, wenn die eigentliche Veranstaltung nachweisbar mehr Gäste anlockt als die reine Einkaufsmöglichkeit. Dies bedeutet weiterhin, dass nur Geschäfte im direkten Umfeld des Ferdinand-Schmetz-Platzes öffnen durften.

Sowohl Händler als auch Flanierende kamen am Wochenende vollends auf ihre Kosten. Apollonia-, Bahnhof- und Kleikstraße hatten sich in ein farbenfrohes Gewand geworfen und präsentierten den Passanten die neuen Trends für den Sommer.

Mit ihren „Schätzchen“ hatte die IG „Freunde alter Landmaschinen Herzogenrath“ auch gleich passende „Cabriolets“ der besonderen Art mitgebracht und vorgeführt.

Wer nach dem Frühschoppen und Kirmestreiben noch lange nicht genug hatte, dem heizten ein weiteres Mal die Musiker von „HeartRock“ und der Ballettschule ein. Zusätzlich hatten sich die „KIDS goldene Prente“ des TSC Gold Aachen angekündigt. Ob nun beim Rundgang durch die Fußgängerzone oder bei den Show-Acts am Hauptplatz — Langeweile konnte wahrlich nicht aufkommen.

Mit Blick auf das Burgfest am 2. und 3. Juni sowie auf das Oktoberfest am 6. und 7. Oktober freute sich Geschäftsführer Krzemien über einen gelungenen Einstand im Frühjahr: „Das Programm beim Burgfest wird dann noch mal etwas größer sein. Mit dem heutigen Fest haben wir quasi schon mal eine gelungene Vorpremiere gefeiert“.

An Engagement mangelte es im Gremium wahrlich nicht. Er sagte: „Wir haben trotz der kurzen Zeit ein unheimlich tolles Fest auf die Beine stellen können. Der verkaufsoffene Sonntag ist da nur ein zusätzliches Highlight“, erläuterte Hauswirth.

Seitens der Besucher hatte sich ebenfalls große Zufriedenheit eingestellt. Als ein Beispiel sagte Annabelle Zinkjade aus Merkstein: „Durch den wiederbelebten verkaufsoffenen Sonntag hat das Fest nochmals an Attraktivität gewonnen. So ist für jeden etwas dabei und es bleibt abwechslungsreich.“

Neben Sonnenbrillen hatte natürlich auch das italienische Eis an beiden Nachmittagen Hochkonjunktur. Aber ob es nun Popcorn, Zuckerwatte oder einfach nur ein kühles Bier war — in der heißen Frühlingssonne schmeckte es allen.

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