Alsdorf: „Best Of Disney“ in der Stadthalle Alsdorf

Alsdorf : „Best Of Disney“ in der Stadthalle Alsdorf

„Lass Los — Disney mal anders“: Die außergewöhnliche und zugleich mitreißende Produktion der Alsdorfer Chöre und der Tänzer Damian Kruczek und Leona Striet bekommt den letzten Feinschliff. Nach unzähligen Proben in den vergangenen Monaten fiebern alle Beteiligten der Premiere entgegen.

Am Sonntag, 15. April, ab 18 Uhr erwartet die Besucher der Stadthalle Alsdorf, Denkmalplatz, eine bunte Mischung der bekanntesten Disney-Klassiker, die in einer ganz neuen, noch nie dagewesenen Form präsentiert werden. Wie Chor und Tänzer zusammengefunden haben, was es für Herausforderungen gab und worauf sich Kruczek und Striet am meisten freuen, verraten sie im Interview mit Claudia Heindrichs.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit für das Disney-Projekt?

Kruczek: Der städtische Chor und die Ballettschule Harlekin haben im vergangenen Jahr gemeinsam das Weihnachtsoratorium aufgeführt. Bei einer der Proben kam Vera Kerkhoffs-Creutz, die musikalische Leiterin des bevorstehenden Projekts, auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte, das Disney-Chor-Konzert mit einer Tanzpartnerin meiner Wahl mitzugestalten. Ich fand das Konzept mit Chor und Band sowie die Disney-Thematik sehr cool, so dass ich anschließend Leona fragte, ob sie mitmachen würde.

Striet: Genau. Da wir uns aus der Ausbildungszeit kennen, aber in unterschiedlichen Städten wohnen, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass wir ein gemeinsames Projekt gestalten und wieder Zeit miteinander verbringen können.

Was ist das Besondere an dieser Produktion?

Kruczek: Es ist toll, dass es ein Best-Of von all den schönen und bekannten Liedern ist, die man aus den Filmen kennt. Außerdem ermöglicht uns die emotionale und thematische Vielseitigkeit der Disney-Songs, neben Figuren und Abfolgen aus dem Ballett auch Elemente aus dem Modern Dance in unsere Choreografien einzubauen. Diese Variationen machen hinterher nicht nur dem Publikum, sondern auch uns Tänzern großen Spaß.

Striet: Das stimmt. Darüber hinaus ist das Zusammenspiel von mehrstimmigem Chor und Live-Band eine großartige Sache für uns. Es ist etwas anderes, als wenn man nur zu Tonbandaufnahmen tanzt. Zumal die Arrangements der Stücke einmalig und exklusiv sind, im Vergleich zu den Versionen, die man kennt.

Seit Sommer 2017 proben Sie für „Lass Los — Disney mal anders“. Was sind für Sie die größten Herausforderungen bei den Vorbereitungen gewesen?

Kruczek: Auf der einen Seite ist es schwierig, so ein Projekt konditionell nur zu zweit durchzustehen. Jeder von uns muss zu jeder Zeit zu hundert Prozent präsent sein. Der Fokus liegt, wenn wir tanzen, nur auf uns. Andererseits mussten wir bei der Erarbeitung der Choreografien darauf achten, dass wir uns nicht wiederholen. Jedes einzelne Stück hat seine Daseinsberechtigung und will in gleichem Maße wie alle anderen bedient werden und zur Geltung kommen. Zu zweit hat man nicht dieselben Möglichkeiten wie in einer Gruppe. Aber ich denke, wir haben es gut hinbekommen, dass jede Performance etwas Einzigartiges beinhaltet.

Auf welches Stück freuen Sie sich am meisten?

Striet: Das ist schwer zu sagen. Wir haben die Choreografien gemeinsam entwickelt — da sollte uns natürlich alles irgendwo zusagen. Ganz spontan würde ich behaupten, dass mir die Performance von ‚Die Schöne und das Biest‘ aus dem gleichnamigen Film am besten gefällt.

Kruczek: Ich freue mich am meisten auf ‚Zwei Welten‘ aus ‚Tarzan‘. Es wird das letzte Stück des Abends sein, bei dem man nochmal alles geben und die letzten Reserven aufbrauchen kann. Das Tempo ist zwar anspruchsvoll, aber es macht unheimlich viel Spaß. Bei so viel Vorfreude unter den Tänzern bleibt abzuwarten, welches Stück am 15. April zum Publikumsliebling wird. Allerdings haben bei dieser Entscheidung auch Chor und Band ein Wörtchen „mitzureden“.

Ticketverkauf und zwei Lebensläufe

Tickets sind im Medienhaus Aachen, Dresdener Straße 3, und beim Kundenservice des Medienhauses, im Elisenbrunnen, Friedrich-Wilhelm-Platz 2, Aachen, erhältlich.

Damian Kruczek: Im Alter von dreieinhalb Jahren begann seine Leidenschaft fürs Tanzen. Seitdem tanzt er in der Ballettschule Harlekin, für die er nun auch als Choreograf und Pädagoge arbeitet. Nach dem Abitur begann er in Bielefeld eine Ausbildung zum Bühnentänzer und Tanzpädagogen, die er 2014 erfolgreich abschloss. Neben seiner Tätigkeit in der Ballettschule ist er bei verschiedenen Projekten selber auf der Bühne als Tänzer zu sehen.

Leona Striet: Seit ihres vierten Lebensjahres tanzt Leona in einer Ballettschule in Minden. Auch sie machte in Bielefeld die Ausbildung zur Bühnentänzerin und Tanzpädagogin, die sie 2013 beendete. Nach einer Anstellung am Tanztheater Gießen ging sie nach Minden zurück, um dort als Tanzpädagogin und freiberufliche Tänzerin zu arbeiten.