Herzogenrath: Benefizkonzerte zur Sanierung der Marienorgel

Herzogenrath: Benefizkonzerte zur Sanierung der Marienorgel

Etwa ein Viertel der für die Sanierung benötigten 100000 Euro hat der Förderkreis Marienorgel der katholischen Kirchengemeinde St. Gertrud bereits zusammen.

„Angefangen hatten wir zum Weihnachtsausklang im Januar, wo wir über die Probleme der Orgel berichtet haben und eine erste Kollekte für die anstehende Sanierung hatten”, berichtet Kantor Herbert Nell.

Seitdem sammelt die Gemeinde mit viel Kreativität und Einsatz für die Marienorgel. Immer wieder haben Benefizkonzerte stattgefunden, unterstützten nicht nur die „Schwestern” der Orgel in St. Gertrud und St. Antonius, gespielt von renommierten Organisten aus der Region, sondern auch die Chöre der Kirchengemeinde die Aktion.

Querschnitt aus 1000 Jahren

Im Advent erwarten nun die Freunde der Marienorgel und der klassischen Musik zwei weitere besondere Konzerte. Am 1. Adventsonntag, 28. November, lädt der Projektchor St. Gertrud unter Leitung von Herbert Nell um 17 Uhr in St. Marien zum Adventkonzert.

Auf dem Programm steht ein Querschnitt aus 1000 Jahren Chormusik in wechselnden Besetzungen, vom einstimmigen gregorianischen Choral zu solistischen Stücken mit Cembalo drei- und vierstimmig aus dem Frühbarock und der Renaissance, der kompletten Messkomposition „Missa Dixit Maria”, einem Romantik-Block, sowie zeitgenössischen Stücken. Dabei wird auch noch einmal die Marienorgel erklingen, bevor im kommenden Jahr ihre Sanierung beginnt.

Gegründet hat sich der aktuell 18 Sängerinnen und Sänger starke Projektchor 2002. Er setzt sich aus Mitgliedern der Herzogenrather Kirchenchöre in wechselnden Besetzungen zusammen. Der Vorteil sei, so erklärt Nell, zu besonderen Anlässen auch ohne langen Probenvorlauf auf den Chor bauen zu können.

„Die Mitglieder bekommen eine CD mit den Stücken, mit der sie zu Hause üben können, so dass wir mit maximal sechs bis sieben Proben auskommen.” Der Projektchor könne und wolle keine Konkurrenz zu den drei gut besetzten Kirchenchören der Großpfarre St. Gertrud sein.

Am dritten Adventsonntag, 12. Dezember, ist ab 17 Uhr das international bekannte „Tamigu-Trio” zu Gast in St. Gertrud. Die drei Musiker, Tamara Buslova (Orgel und Schlaginstrumente), Michael Nachbar (Violine und Schlaginstrumente) und Günther Wiesemann (Orgel und Schlaginstrumente), spenden die Hälfte des Konzerterlöses für die Orgelsanierung. Der Name des seit dem Jahr 2000 bestehenden Trios setzt sich aus den ersten Buchstaben ihrer Vornamen zusammen. Musikalischer Schwerpunkt der drei Musiker ist der Barock, kombiniert mit zeitgenössischer Musik. Auf dem Programm steht Adventliches aus verschiedenen Jahrhunderten. Nach dem Konzert schenkt der Förderverein St. Gertrud Glühwein aus.

Ein Angebot für die ganze Familie ist der „Adventzauber” auf Burg Rode am 2. Adventsonntag, 5. Dezember, ab 14 Uhr. Es gibt es ein offenes Singen, der Kinderchor St. Gertrud wird auftreten, ebenso wie die Harmonie Cäcilia Afden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt mit einer Cafeteria, Bratwurst mit Orgelsenf (extra in der Monschauer Senfmühle kreiert) und einem Glühweinstand. Der Erlös des vorweihnachtlichen Nachmittags kommt ebenfalls der Marienorgel zugute.

Fünfgängiges Menü

Höhepunkt des ersten Spendensammeljahres wird ein großes fünfgängiges Benefiz-Menü am Samstag, 29. Januar im Pfarrsaal von St. Gertrud sein. „Sicherlich auch ein schönes Weihnachtsgeschenk für jemanden, der schon alles hat”, wirbt Kantor Herbert Nell augenzwinkernd. Nähere Informationen dazu und Karten gibt es im Pfarrbüro von St. Gertrud, Afdener Str. 27, 02406/3566.

Mehr von Aachener Nachrichten