Herzogenrath: Benefizkonzert des Rotary-Clubs lockt großes Publikum an

Herzogenrath: Benefizkonzert des Rotary-Clubs lockt großes Publikum an

Gutes tun, Schönes erleben: Zumindest beim Benefizkonzert des Rotary-Clubs Kerkrade-Herzogenrath-Eurode und des Trägervereins von Burg Rode ging diese Formel voll auf.

Zugunsten des Vereins „Musik Jung für Alt”, der Konzerte in Alten- und Pflegeheimen der Euregio organisiert, gönnten Studenten aus Aachen und Maastricht den rund 100 Zuhörern im Saal der Burg wohlklingende Proben ihrer Kunst. Mit im Bunde war auch ein treuer Freund des Hauses: Neben der Pianistin Elmira Sayfullayeva, der Sängerin Cynthia Knoch und der Cellistin Anna Maria Nagy gab sich auch Constant Notten, vielen treuen Besuchern als Mann am Klavier bei den Neujahrskonzerten ein Begriff, die Ehre.

Dabei dienten die aufgeführten Werke nicht bloß einem guten Zweck - sie waren auch und vor allem an sich von Wert, legten doch die auftretenden Künstler ihr ganzes Herz in die Darbietung der einzelnen Werke. Das muss schon von Elmira Sayfullayeva gesagt werden, die mit Robert Schumanns Sonate in g-Moll opus 22 den Auftakt gestaltete. Die aus Weißrussland stammende Künstlerin, die bei Professor Andreas Frölich in Aachen den letzten Feinschliff bekommt, stattete mit ihrem furiosen Spiel das Werk des Romantikers mit einer magnetischen Zugkraft aus und verlieh ihr so einen nachgerade zwingenden Charakter.

Die aus Luxemburg stammende Sopranistin Knoch, wie ihre Mitstreiterin Nagy aus Ungarn derzeit Studentin in Maastricht, setzte zusammen mit dem erfahrenen Notten am Steinway-Flügel indes auf eine bunte Mischung. Vor der Pause eher gesetzte, festliche Töne (von der Arie „Mein Herr Marquis” aus Strauß „Fledermaus” einmal abgesehen), nach dieser Zäsur dann leichte Muse - diese Mischung kam beim Publikum merklich gut an.

In wechselnder Zusammensetzung polierten die Mitglieder des Trios Meisterwerke unter anderem von Purcell, Verdi, Mendelssohn, Schubert und Offenbach auf Hochglanz und agierten dabei so lebendig, dass die Zuhörer manches Mal nicht umhin konnten, im Takt mit zu wippen oder gar zu summen.

Von der belebenden Kraft der Klänge, die „Musik Jung für Alt” in die besuchten Heime bringt, konnten die Gäste auf der Burg so mehr als nur eine Kostprobe mit nach Hause nehmen.