Würselen: Begrünte Dächer sollen Ausgleich schaffen

Würselen: Begrünte Dächer sollen Ausgleich schaffen

Nach der erfolgreichen Kampagne für Blühflächen in der Stadt Würselen möchten die Grünen für noch mehr Grün sorgen.

In einer Anfrage an die Stadt fordern sie zu überprüfen, inwieweit auf Flachdächern städtischer Gebäude Dachbegrünung angelegt werden kann beziehungsweise ob im Rahmen von Erweiterungen oder Sanierung von öffentlichen Flachdächern eine Dachbegrünung möglich ist. Auch solle geprüft werden, ob Außenfassaden an städtischen Gebäuden begrünt werden können.

„Für die Anlegung von Dachbegrünung lassen sich zahlreiche Gründe anführen“, erläutert Dr. Renate Knauf, die Fraktionschefin. „Durch entstehende Verdunstungskälte auf den Dächern werden die darunterliegenden Räume im Sommer gekühlt. So sind Temperaturunterschiede von bis zu 8 Grad möglich. Dies senkt die Klimatisierungskosten. Isolierung im Winter: Der Temperaturunterschied zwischen Ober- und Unterseite der Dachbegrünung liegt bei bis zu 13,5 Grad. Dies reduziert die Heizkosten.“

„Das ist noch nicht alles,“ fügt Christoph Simon, grüner Stadtverordneter, hinzu. „Flächen werden entsiegelt, eine Dachbegrünung mindert die Schallbelastung in beiden Richtungen. Ferner bindet eine Dachbegrünung Staub und Schadstoffe aus der Luft, und 70 bis 90 Prozent der Niederschläge werden von der Dachbegrünung gebunden und gelangen nicht in die Kanalisation. Nicht zuletzt werden neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere erschlossen.“

Abschließend betont Renate Knauf: „Durch den stark zunehmenden Wohnungsneubau und die Verdichtung in bestehenden Baugebieten sinkt der Grünflächenanteil in Würselen beständig. Um das für das Stadtklima so wichtige Grün zu erhalten, können Dach- und Fassadenbegrünungen einen wertvollen Ausgleich schaffen. Dazu bieten sich viele städtische Einrichtungen wie zum Beispiel Schulgebäude und Kindergärten an.“

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