Alsdorf: Bau der Barbarakapelle soll jetzt beginnen

Alsdorf: Bau der Barbarakapelle soll jetzt beginnen

Die Baugenehmigung ist da, auch der Statiker hat grünes Licht gegeben -jetzt soll angepackt werden. Damit nach jahrelanger Vorlaufzeit die vom Bergbaumuseumsverein Grube Anna auf den Weg gebrachte Barbarakapelle Form annimmt. Dazu bedarf es allerdings noch erheblicher Muskelkraft.

Um die Finanzierung des mit rund 196.000 Euro veranschlagten Baus hinzubekommen, ist viel Eigenleistung gefragt. 90.000 Euro steuert der Landschaftsverband Rheinland bei, gut 40.000 kann der Verein aus eigenen Mitteln und Spenden aufbringen. „Für etwa 70.000 Euro müssen wir also noch schuften und schwitzen”, sagt Vereinsvorsitzender Josef Kohnen. Ein paar der aktuell gut 600 Vereinsmitglieder haben bereits signalisiert, dass sie die Ärmel hochkrempeln und anpacken wollen. Einige mehr müssen es noch werden, weshalb der Verein Jedermann aufruft, ihn zu unterstützen. Kohnen: „Wir suchen niemand, der von montags bis freitags auf der Baustelle auftaucht. Ein paar Stunden hier und da würden uns schon sehr helfen.”

Am Herzen gelegen

Das Erdreich für den Bau ist bereits vorbereitet. Vor der Zufahrt zum Energeticon, gleich neben der Herzogenrather Straße, soll die Kapelle entstehen, nachdem einige zuvor angedachte Plätze im Bereich des Annaparks nicht infrage kamen. „Mit dem jetzigen Platz sind wir aber zufrieden”, unterstreicht Vorstandsmitglied Hans-Georg Schardt. Zufrieden damit hatte sich auch Professor Ludwig Schaffrath gezeigt.

Eine knappe Woche vor seinem Tod hatte der berühmte Alsdorfer Glaskünstler dort gestanden, wo die von ihm entworfene Kapelle, die ihm sehr am Herzen lag, nun errichtet werden soll. „Er hat sehr wohlwollend zugestimmt”, erinnert sich Josef Kohnen an den Ortstermin. Dass Schaffrath den Bau nun nicht mehr erlebt, sei sehr traurig, „doch wird werden die Kapelle ganz in seinem Sinn bauen”.

Dazu gehört ein Innenraum mit gut acht Metern Durchmesser. Etwa vier Meter hoch soll der kugelförmige Bau sein, eine Art „Schornstein” mit Glasfenstern soll für Licht im Inneren sorgen. Die aus Beton gefertigte Kapelle soll später kuppelförmig von Erdreich überdeckt sein. Kohnen: „Man soll das Gefühl bekommen, in ihr unter Tage zu sein.” Auf einem von drei Pfeilern im Inneren soll dann die Barbara-statue ihren Platz finden, die derzeit im Rathaus ein Quartier bezogen hat.

Am 1. Oktober wollen die Helfer loslegen. Bis zum Winter soll eine Bodenplatte fertig sein, im Frühjahr wolle man mit den Betonarbeiten beginnen. Für Kohnen und seine Mitstreiter endet dann ein langes Warten. Am 11. Juli 2008 hatten sie den Bauantrag gestellt. „Jetzt ist es soweit.”

Treffen für Mitgliederund die Helfer

Den aktuellen Stand der Planung zum Bau der Barbarakepelle will der Bergbaumuseumsverein seinen Mitgliedern bei einem Treffen am Samstag, 27. August, vorstellen. Um 11 Uhr sind Interessierte im Versammlungsraum in der Kraftzentrale, Carl-von-Ossietzky-Straße 2, willkommen.

Auch Interessierte, die beim Bau gern mit anpacken möchten, sind zu diesem Treffen willkommen. Telefonische Infos dazu gibt unter Tel. 02404/558780.

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