Würselen: Bardenberger Heimatverein ist auch eine Heimat für Werner Breuer

Würselen : Bardenberger Heimatverein ist auch eine Heimat für Werner Breuer

Der Heimatverein Bardenberg hat einen neuen Vorsitzenden. Nach 18-jähriger Vereinsarbeit trat Karl Havers bei der Hauptversammlung nicht mehr an. Zum Nachfolger des 77-Jährigen wählten die Mitglieder Noch-Bürgermeister Werner Breuer.

Er wolle versuchen, die erfolgreiche Arbeit des alten Vorstandes fortzuführen, und sie darüber hinaus mit neuen Ideen zu bereichern, sagte Breuer nach der Wahl. Karl Havers wurde an dem Abend einstimmig zum Ehrenmitglied des Heimatvereins mit seinen aktuell 680 Mitgliedern ernannt.

Nach 14 Jahren als Geschäftsführer stellte auch Hubert Pastor sein Amt zur Verfügung. Dem Heimatvereinsvorstand wird er jedoch als Leiter des Arbeitskreises Brauchtum und Mundart erhalten bleiben. Sein Nachfolger wurde Wolfgang Völker, der Kommandant der Bardenberger Prinzengarde. In ihren Ämtern bestätigt wurden die zweite Vorsitzende Hildemarie Bergrath und Kassenwart Joseph Bongard. Die stellvertretende Vorsitzende Hildemarie Bergrath bedankte sich beim scheidenden Vorsitzenden für dessen Arbeit: „Du hast unwahrscheinlich viel bewegt. Wir waren über viele Jahre ein tolles Team.” Ein Buch über die deutsche Geschichte und ein Skript über die Anfänge Bardenbergs aus der Feder von Hubert Pastor waren Präsente für ihn. Für die Aufarbeitung der Geschichte des Ortes sagte sie dem scheidenden Geschäftsführer Dank.

Auch im vergangenen Jahr waren die Mitglieder fleißig. So hat der Archivkreis nach zweieinhalb Jahren die Transkription der Gemeindechronik von 1830 bis 1930 abgeschlossen. Sukzessive sollen Veröffentlichungen daraus in den kommenden Heimatheften erscheinen. Eher zufällig waren während der Recherche im Kölner Stadtarchiv zwei Urkunden entdeckt und fotografiert worden, die die Anfänge Bardenbergs betreffen. Und zwar in lateinischer Schrift von 1191 und 1211. Der Text der zweiten Urkunde wird von dem Historiker Dr. Franz Kerff ins Deutsche übertragen.

Fünf Wanderungen und zwei Radwanderungen hatte der Verein 2008 unter Regie von Wilhelm Kistermann angeboten. Höhepunkt war eine Fahrt im Kaiserwagen der Schwebebahn bei einem Ausflug nach Wuppertal. Am 13. September dieses Jahres soll die Rubensstadt Antwerpen angesteuert werden. Tradition beim Heimatverein hat der in Kooperation mit der Stadt Würselen geschaffene Blumenschmuck am Ortseingang. Auf Initiative des Arbeitskreises sind Pappeln gefällt und Sträucher beschnitten worden, so dass es nun freien Blick auf das Krankenhaus und die Kirche, die Wahrzeichen des Ortes, gibt.

Nach dem Thema „Kirmes früher” soll im kommenden Heimatheft „Karneval früher in Bardenberg” aufgearbeitet werden. Mit Mundartvorträgen auf dem Euregio-Dialektfestival und dem Kirchrather Platt-Abend waren Mitglieder des Vereins auch außerhalb Bardenbergs präsent.

Unter dem Motto „Fastelovend wie früher” ist die Wiederbelebung des „Baadebärjer Karnevalsdienstags” gestartet worden. Nach dem „Jeel Puet” und der Spiel-ohne-Grenzen-Skulptur soll schon bald ein Bergbau-Denkmal auf dem Kreisverkehr an der Kamper Gracht an den Bergbau erinnern. Alle planerischen Schritte seien abgeschlossen, hieß es bei der Versammlung. Die Realisierung werde entsprechend den finanziellen Möglichkeiten erfolgen. Sponsoren sind dem Verein dazu willkommen. Einen positiven Kassenbericht legte Kassenwart Joseph Bogard vor. Eine einwandfreie Führung bescheinigte ihm Kassenprüfer August Reul. Als Leiter der Arbeitskreise wurden Wilhelm Kistermann und Helmut Bergrath (Fahrten und Wandern), Josef Birmanns (Ortsverschönerung) und Hubert Pastor (Brauchtum & Mundart) bestätigt.

Beisitzer sind Peter Frohn, Josef Göbbels, Franz-Josef Körfer, Karl Müller, Manfred Nöldechen, Edgar Schilde, Martin Schulz und Heribert Reuters. Kassenprüfer sind Walter Paggen und August Reul.