Barbara-Relief nun in der Kapelle auf dem Gelände des Energeticons

Wieder in alten Gefilden: Barbara-Relief nun in der Kapelle auf dem Gelände des Energeticons

Der Kreis wird sich schließen, wenn das Relief der heiligen Barbara zukünftig seinen endgültigen Platz im frisch sanierten und renovierten Gebäude des Vereins „Bergbaumuseum Grube Anna“ bekommt.

Etwa 150 Meter von der „Barbara-Kapelle“ am Energeticon entfernt liegt der im Ausbau befindliche Versammlungssaal an der Herzogenrather Straße. Die heilige Barbara kann fast schon direkt auf ihre neue Heimat blicken. Nach einer jahrelangen „Odyssée“ kehrt das Kunstwerk nun wieder in alte Gefilde zurück. Einst gehörte das Stück zum Inventar des unweit gelegenen und mittlerweile geschlossenen Restaurants Wemmer.

Vorläufig enthüllt

Neben der großen Barbara-Skulptur in der Barbara-Kapelle wurde das Relief nun vorläufig enthüllt. Bis zum Jahreswechsel möchte man die „Wahlheimat“ nutzen, um Interessierten und Besuchern einen Blick auf den Neuerwerb zu ermöglichen. Die Geschichte begann vor genau vier Jahren. Rudolf Bast vom Geschichtsverein Alsdorf erreichte eine „Offerte“ aus Wassenberg. Barbara Kaiser hatte in ihrem Haus jahrelang jenes Reliefteil aufgehangen, von dem sie sich nun schweren Herzens trennen musste.

Im darauffolgenden Januar besuchten sie Bast und die befreundeten Kollegen vom Bergbaumuseum Wassenberg und waren sofort Feuer und Flamme. Kaiser übergab dem Verein treuhänderisch das Mosaik. Im Februar wurde es abgebaut und eingelagert. Drei Jahre lang arbeiteten die Vereinskollegen an einem Konzept zur Ausstellung. Einst soll das Mosaik an der Wand gegenüber des Eingangsportals des neuen „Versammlungsraumes“ hängen.

„Wir wissen nicht viel über das Gesamtkunstwerk“, erklärte Karl-Peter Schröder bei der offiziellen Vorstellung. Über den berühmten Aachener Karnevalisten Franz Baumann ist Kaiser damals an das Kunstwerk gekommen. Die Historie möchte der Verein weiter erforschen. Bei der feierlichen Enthüllung konnte Kaiser sich ein Bild davon machen, dass ihr Schmuckstück nun seine alte Heimat wiedergefunden hat. Das traditionelle Steigerlied durfte natürlich am Ende ebenso wenig fehlen wie der obligatorische Bergmannsschnaps.

(yl)
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