Würselen: Band Kasalla überrascht bei Konzert auf Burg Wilhelmstein

Würselen : Band Kasalla überrascht bei Konzert auf Burg Wilhelmstein

Ein wenig mehr Jazz, ein wenig mehr Balladen: Mit einem guten Hauch von „Unplugged“ haben Kasalla auf Burg Wilhelmstein begeistert. Standen beim Würselener Auftritt im vergangenen Jahr die großen Hits im Vordergrund, gab es diesmal auch den ein oder anderen seltener gespielten Song aus mittlerweile vier Alben. Sehr entspannt serviert in feinstem Zwirn.

Mit schwarzen Anzügen zu den obligatorischen roten „Chucks“ kamen die Kölner Jungs auf die Bühne. Und nahmen dort Platz auf Hockern, die während des gesamten, gut zweistündigen Abends nicht mehr beiseite gestellt wurden.

Luftig und temporeduziert

Luftig und temporeduziert arrangiert war schon der erste Song: „Home es wo d’r Dom es“. „Ganz so chillig wird es aber nicht bleiben“, blickte Sänger Bastian Campmann anschließend voraus auf den Abend, der fein ausbalanciert war. Nicht immer mit Vollgas, sondern mit sicherem Händchen für das passende Tempo. Die großen Knaller aus dem Karneval standen dabei nahtlos neben den romantischen Songs, von denen Kasalla beachtlich viele im Angebot haben.

Einiges davon steckte in neuem Gewand, wie etwa die Hymne „Pirate“, die mit einem Schuss Balkan-Pop gewürzt war oder der Song „Alle Jläser huh“, der als drittes Stück des Abends als erster Song das komplette Publikum von den Sitzreihen riss.

Tanzen, springen, mitsingen und klatschen — auch das war häufig angesagt. Und textsicher erwies sich der größte Teil des Publikums ohnehin. Auch die kleinsten Kasalla-Fans, von denen es im Publikum einige gab, hatten eine Menge Spaß dabei, der Band als gewaltiger Chor beizustehen. E-Gitarre und E-Bass blieben beim Auftritt komplett außen vor, stattdessen gab es akustische Instrumente und bei vielen Songs zusätzlich noch Geige und Cello.

Regelrecht zelebriert

Druckvoll war das Ganze dennoch. Selbst beim Oberkracher „Stadt met K“, der als Zugabe regelrecht zelebriert wurde. Hier setzte Sebi Wagner am Stehbass mit Hillbilly-Slapping gefeierte Akzente. Vollkommen auf die Stimmen reduziert gab es hingegen den Song „Immer noch do“, der von den fünf „Kasallas“ a Cappella intoniert wurde.

„Alles kann — kölsch muss“, so lautet das Motto der Band. Dass sie eine Menge kann, hat sie in Würselen eindrucksvoll bewiesen. Noch einmal stehen „Kasalla“ am Freitag auf Burg Wilhelmstein auf der Bühne. Auch diese Show ist ausverkauft. Die Fans wissen, warum.

Mehr von Aachener Nachrichten