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Projekt im Baesweiler Familienzentrum: Wetbags verdrängen Plastiktüten

Projekt im Baesweiler Familienzentrum : Wetbags verdrängen Plastiktüten

Umweltschutz fängt schon im Kleinen an – und am besten möglichst früh mit Kleinen, so auch im Familienzentrum Weltentdecker an der Ringstraße in Baesweiler. Jeder kann seinen Beitrag leisten.

Dort hat jetzt der Förderverein dieser städteregionalen Einrichtung eine beispielhafte Aktion angeschoben. Umweltfreundliche, da waschbare und vielfach wiederverwendbare Wetbags werden Plastiktüten ablösen, in denen die Kinder bislang ihre beim Spielen schmutzig und feucht gewordenen Sachen einpacken und zum Waschen mit nach Hause nehmen.

Fördervereinsvorsitzende Manuela Richert, deren Söhne Louis und Paul das Familienzentrum besuchen, organisiert die Aktion, natürlich unterstützt vom Team der Kita-Leiterin Regina Brouers, die bei dieser Gelegenheit das Engagement der Eltern ausdrücklich lobt.

Beim Eltern-Café am Donnerstag, 12. März, Beginn um 14.30 Uhr, soll das Vorhaben thematisiert werden. Zudem erhofft man sich durch den dort am Sonntag, 8. März, 11 bis 13 Uhr, stattfindenden Kinderflohmarkt Einnahmen, um das Projekt finanzieren zu können. Anmeldungen zum Flohmarkt werden noch gerne beim Förderverein entgegengenommen (siehe Info).

Erzieherin Leonie Prinz sagt, dass Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesunde Ernährung große Bedeutung im Familienzentrum haben, so zum Beispiel in Kooperation mit der VHS Nordkreis. Den Kindern werde altersgerecht erklärt, worum es geht, und umweltbewusstes Verhalten spielerisch vermittelt. Und es mache den Kindern obendrein auch Spaß. So sorgt der Förderverein in Kooperation mit einem ortsansässigen Verbrauchermarkt für frisches Obst und Rohkost. Nebenbei wird durch diese Art der Versorgung der der nicht selten von Eltern den Kindern mitgegebene Snack ersetzt – und dessen Verpackung. Unlängst haben die Kinder bei einem Ausflug Müll im Carl-Alexander-Park gesammelt, worauf sie stolz sind.

Bei den anzuschaffenden Wetbags handelt es sich um bunt bedruckte Stoffe, die innen mit Polyurethan ausgekleidet sind. Derzeit zählt das Familienzentrum Weltentdecker 104 Kinder, Tendenz steigend. So will der Förderverein rund 150 dieser Säcke anschaffen. Das wird nicht für kleines Geld zu machen sein. Greift man (aus Gründen der Nachhaltigkeit) nicht auf Billig-Importe zurück, so kostet ein hierzulande produzierter Sack zwischen 15 und 18 Euro, hat der Verein recherchiert. Alternativ könnten „Näh-Mamas“ Wetbags herstellen. Aber da fallen immer noch rund zehn Euro an Materiakosten an. Deshalb sind Spenden herzlich willkommen. Im Sommer sollen dann alle Kinder mit Wetbags ausgestattet sein.