Weitere TV- und Radioauftritte für Baesweiler Detlef Malinkewitz

Detlef Malinkewitz : Gesangskarriere 2.0 mit viel Gelassenheit

Der ZDF-Fernsehgarten war ein gelungener Auftakt. Für den Baesweiler Sänger Detlef Malinkewitz stehen nun weitere Auftritte in Radio und Fernsehen an.

Der Treffpunkt ist ein beliebtes Café im Herzen Baesweilers. Als Detlef Malinkewitz es betritt, setzt ein Raunen unter den Gästen ein. Die Servicekräfte stellen einen Moment ihre Tabletts ab und schauen nur. Malinkewitz selbst schreitet mit einem einnehmenden Lächeln die Tische ab, fast jeder der 30 Gäste bekommt die Hand geschüttelt. Begleitet von Smalltalks. Man spürt und sieht es. Dieser Mann hat auch nach dem erfolgreichen Start seiner Karriere „2.0“ die Bodenhaftung und die Nähe zu den Menschen nicht verloren.

Klar, hier in Baesweiler kennen ihn vielleicht eine ganze Menge Fans mehr als in Hamburg, Düsseldorf oder München. Doch auch in den Großstädten ist der Sänger spätestens seit seinem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten viel bekannter geworden.

Weitere Fernsehauftritte

„Fly me to the Moon“ heißt seine neue Single. Ausgekoppelt aus dem Album „Feeling Good“ hat sein neustes Werk auch ihn im übertragenen Sinne nach oben geschossen. Seit seinem Comeback im vergangenen Jahr mit der Single „Everlasting love“ läuft es bei dem gebürtigen Baesweiler wieder. Im Fernsehgarten hat er ein Millionenpublikum erreicht. Die Konsequenz daraus ist eine logische: Auch andere Fernsehanstalten bemühen sich um ihn. „Ich darf natürlich keine Details verraten, aber in zwei Wochen wird eine große Samstagabend-Show aufgezeichnet, in der ich auftrete“. In einer Sendung, die durchschnittlich vier bis fünf Millionen Zuschauer hat. Ausgestrahlt wird diese Show zu einem späteren Zeitpunkt im Herbst.

Dazwischen stehen immer wieder Auftritte in verschiedenen anderen Medien, Interviews bei Radiosendern oder in anderen Foren. An den Fernsehgarten erinnert er sich besonders gerne. Da wurde der 50. Jahrestag der Mondlandung durch die Amerikaner im Juli 1969 thematisiert. Das ZDF hatte extra für den Auftritt Malinkewitz’ den Nachbau einer Apollo 13 Kapsel als Kulisse zur Verfügung gestellt. „Darin hat unter anderem Tom Hanks seinerzeit gedreht“, erzählt Malinkewitz. Überhaupt: „Die Zusammenarbeit mit dem ZDF empfand ich als sehr angenehm“. Die TV-Leute waren sehr kooperativ, „so dass ich meine Ideen mit einbringen konnte“, sagt er nach seinem zweiten Auftritt nach 2018 („Everlasting Love“).

Dass Detlef Malinkewitz nach 1996 erneut sozusagen durch die Decke gegangen ist, verdankt er seiner Lebensgefährtin und vor allem seinem Bruder Marcus. „Mein Bruder kam vor drei Jahren zu mir und sagte: ‚Hey, was hältst Du davon noch mal was zum Jubiläum zu machen?’“ 1996 hatte Malinkewitz plus Band („Ghetto-People Featuring L-Viz“) mit dem Presley-Titel „In the Ghetto“ deutschlandweit den 6. Platz in den Charts erklommen – die Single verkaufte sich fast 12 Millionen mal und war in vielen europäischen Ländern in den Top-Ten der Hitparaden.

Also machte er sich in ein weltweit bekanntes Studio in Hilversum auf und versammelte international bekannte Musiker und Produzenten um sich. 2018 war das zweite Album fertig. Auch das schoss durch die Decke und erreichte Platz 13 der nationalen Albumcharts. Bei den Amazon-Verkaufslisten der Sparte Jazz erreichte er sogar den ersten Rang. „Wenn du 22 Jahre weg warst und gar nichts mehr in dieser Richtung gemacht hast, ist das natürlich eine großartige Sache“, sagt der Mann, dessen große Stärke seine Gelassenheit ist und der niemals auch nur eine Spur von Arroganz herauskehrt.

„Ausgeglichen, ruhig, gefestigt“

Da strahlen auch die Augen, als Malinkewitz über sich selbst sagt: „Wir haben den Titel ‚Feeling Good‘ nicht ohne Grund gewählt“. Er erkennt darin „die eigenen Höhen und Tiefen des Lebens“. Immer wieder fällt im Gespräch der Begriff Authentizität. Das Wort hat sich der Doktor der Kommunikationswissenschaften zu einem Richtwert gemacht. Darin liegt auch das Fundament seines Erfolges. Er fühlt sich „ausgeglichen, ruhig, gefestigt“. Die Arbeit des Musikers „stresst mich heute nicht mehr. Ich gewinne vielmehr Energie daraus und trage beispielsweise Konflikte ganz anders als früher aus“. Das erlaubt ihm dann, über weitere Projekte nachzudenken.

Zwei weitere Fernsehshows, mehrere Galas und die Arbeit an einem dritten Album stehen in seinem Auftragsbuch. Dort ist bei Malinkewitz, der auch mal für den SV 09 Baesweiler in der Oberliga Fußball spielte, auch „Baesweiler“ vermerkt. Ein Auftritt mit großer Band könnte im Frühjahr zustande kommen. „Der dann neu gestaltete Kirchplatz wäre beispielsweise ein idealer Standort“, lächelt Malinkewitz. Möglicherweise ist darin eine Premiere eingebunden. „Es kann durchaus sein, dass wir dann neben den Hits auch die ersten selbst komponierten Songs bringen“. Doch auch darüber steht noch das Siegel des Schweigens.

Nach einer Stunde Interview wäre eigentlich noch so viel zu sagen gewesen. Da ist dann noch das Treffen mit dem Fußball-Weltstar Pelé oder Uwe Seeler gewesen. Als er Helmut Haller und Franz Beckenbauer traf, oder unter Jupp Martinelli bei Alemannia Aachens Junioren kickte. Doch der Terminkalender drückt. Schließlich möchte der viel gefragte Star auch mal ein Päuschen haben und zu seiner Lebensgefährtin ins Saarland durchstarten.

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