Baesweiler Stadtrat : Projekt „Soziale Stadt Setterich-Nord“ soll fortgesetzt werden

Das Thema löste keine Diskussionen aus. Baesweilers Politik und die Stadtverwaltung sind sich übergreifend einig, dass das Projekt „Soziale Stadt Setterich-Nord“ auch über 2019 hinaus weitergeführt werden soll.

Um das zu realisieren, wird die Stadt Baesweiler einen neuen Förderantrag stellen. Das beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, die im Verwaltungsgebäude Setterich stattfand.

Im Juli 2008 hatte der Stadtrat das Integrierte Handlungskonzept (IHK) „Soziale Stadt Setterich-Nord“ beschlossen. Den ersten Bewilligungsbescheid erhielt Baesweiler Ende 2009. Seitdem läuft das Projekt mit sehr vielen baulichen und sozialen Maßnahmen, die Setterich einen neuen Anstrich verliehen. Eine der wichtigsten darunter der Bau des Hauses Setterich mit der damit verbundenen Einrichtung des DRK-Stadtteilbüros, dass erheblichen Anteil an der Umsetzung der Maßnahmen hat.

So sieht der Antrag auf neue Fördermittel auch eine Fortschreibung des Stadtteilbüros mit Stadtteilmanagement über 2020 hinaus vor. Ursprünglich war ein Auslaufen des Förderprogramms in 2019 geplant und mit der Bezirksregierung vereinbart.

In der Sitzung des Rates verdeutlichten Beigeordneter Frank Brunner und Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel: „Aufgrund neuer Erfordernisse zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Arbeit und der Einrichtung weiterer Schwerpunkte wie beispielsweise ‚Gesundheitsvorsorge und Bewegung‘ seien zusätzliche Förderungen nötig.“ Das habe man mit der Bezirksregierung auch erörtert. Die Stadt sei zuversichtlich, dass der Antrag im Spätsommer positiv beschieden werden könnte.

Im Antrag enthalten sind Maßnahmen zur Errichtung eines Multifunktionalen Bewegungs- und Aktionsplatzes mit einem Fahrradparcour und Calisthenicsquartier in Setterich. Calisthenics ist ein Trainingsprogramm, das ohne spezielles Sportequipment auskommt. Muskelaufbau ohne Hanteln, ohne Kettlebells und ohne Sprungseile. Bei Calisthenics wird nur mit dem Eigengewicht trainiert.

Zudem sieht der Förderantrag ein Planungsbüro für Planungsworkshops unter Mitwirkung von Jugendlichen vor. Eingebunden sind auch das Auffangen von Nebenkosten (Heizung) für das Haus Setterich sowie die Fortschreibung der Bürgerbeteiligung und die Stadtteilfeste sind Eckpfeiler.

Frank Brunner betonte unter anderem, dass auch die Gesundheitsvorsorge und Bewegung einen großen integrativen Ansatz hat und den sozialen Zusammenhalt im Quartier stärkt und für soziale Stabilität sorgt. Die Gesamtkosten für den Antrag 2019 belaufen sich auf 763.000 Euro. Der Fördersatz beträgt 70 Prozent.

(mali)
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