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Solidarische Maßnahme: Rathaus nimmt Behelfs-Mund-Nase-Schutze entgegen

Solidarische Maßnahme : Rathaus nimmt Behelfs-Mund-Nase-Schutze entgegen

In den vergangenen Tagen haben sich mehrere Bürgerinnen und Bürger bei der Stadt Baesweiler gemeldet, die dringend benötigte Behelfs-Mund-Nasen-Schutze aus Stoff nähen und die bereits fertigen Exemplare nun gerne an Bedürftige spenden möchten.

Diese solidarische Maßnahme begrüßt die Stadtverwaltung sehr und bietet deshalb ab sofort die Möglichkeit, an der Zentrale des Baesweiler Rathauses, Mariastraße 2, selbst genähte Behelfs-Mundschutze abzugeben. Diese werden dann, sobald mehrere Masken zusammengekommen sind, an die Apotheken im Stadtgebiet verteilt. Die Apotheken geben die Masken dann auf Nachfrage gegen eine freiwillige Spende für die Baesweiler Bürgerstiftung heraus.

Im Internet sind viele Nähanleitungen und auch Videos zur Herstellung von Behelfs-Masken einsehbar, die nach jeder Benutzung bzw. einmal täglich heiß gewaschen werden sollten. Da derzeit der Publikumsverkehr im Rathaus eingeschränkt stattfindet, werden die Spendenden gebeten, mit den Mitarbeiterinnen der Zentrale (02401/800-0) einen Termin zu vereinbaren, um die Masken abzugeben.

Sobald die Masken in den Apotheken zum Verteilen bereitliegen, gibt die Stadtverwaltung dies in einer Meldung bekannt, die unter anderem auf der Homepage www.baesweiler.de veröffentlicht wird. Erst dann können die Behelfs-Schutze in der Apotheke abgeholt werden. Derzeit verteilen die Apotheken noch keine Masken.

„Ich finde es toll, dass sich so viele handwerklich begabte Bürgerinnen und Bürger für ihre Mitmenschen einsetzen und solche Behelfs-Mund-Nase-Schutze spenden möchten. Ich hoffe, dass das viele Nachahmer findet und so jeder im Stadtgebiet, der eine Maske haben möchte, aber selbst nicht nähen kann, versorgt werden kann“, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Zwar wird von Experten betont, dass dieser Schutz keine geprüfte Maske ersetzt, sondern nur eine sinnvolle Ergänzung ist, wenn keine geprüfte Schutzmaske zur Verfügung steht. Der Behelfs-Mund-Nasen-Schutz schützt nicht direkt vor Viren, sondern in gewissem Maße nur gegen Tröpfcheninfektionen, und vor allem nicht denjenigen, der ihn trägt, sondern im besten Fall denjenigen, der angesprochen wird.

Dennoch kann das Tragen der selbst genähten Maske die Aeresolbildung verhindern beziehungsweise begrenzen und stellt daher einen guten Fremdschutz dar. Wenn jeder dadurch die Mitmenschen schützt, mit denen er unvermeidbar zusammenkommen muss, kann dadurch ein gewisser Schutz für alle erreicht werden.

Ausdrücklich hinweisen möchte die Stadt ebenfalls darauf, dass der Behelfs-Mund-Nasen-Schutz nicht die allgemeinen Hygieneregeln des Robert Koch-Instituts, wie gründliches Händewaschen, Husten- und Nieshygiene und so weiter ersetzt.

(psb)