Neue Hallen und Büroräume entlasten Technologie- und Service-Center

Baesweiler : Neuer Gewerbehof bietet 70 Arbeitsplätze

Es soll Hochhäuser geben, in denen kein 13. Stockwerk ausgewiesen ist, weil manche glauben, dass diese Zahl Unglück bringt. Zu den Abergläubischen gehört die Familie Heinen bestimmt nicht. Im Gegenteil und das aus gutem Grund: Die Eheleute Christiane und Volker Heinen nebst Sohn Christian Heinen sind stolz darauf, dass mittlerweile die Arbeiten für das 13. Bauvorhaben der Familie angelaufen sind.

Diesmal entsteht an der Robert-Koch-Straße 8 bis Mitte des Jahres 2020 auf einem rund 6000 Quadratmeter großem Areal ein Gewerbehof, in dem Firmen Hallen und Büroflächen anmieten können. Drei Millionen Euro werden investiert, wie der Seniorenchef beim symbolischen ersten Spatenstich sagte. Die Heinens sind in Baesweiler gut bekannt. Sie führen seit 1993 ein mittelständisches Unternehmen im Bereich Entsorgung.

Wirtschaftsförderung

Neben Baesweiler gibt es einen zweiten Standort in Wiesbaum. Das Unternehmen zählt 32 Mitarbeiter. Die ersten zwölf Mietobjekte der Familie sind bereits vollständig vermietet und bieten mehr als 250 Arbeitsplätze. Und für das jetzt zu realisierende Objekt gibt es schon Interessenten, so dass auch die neuen Räume schnell gefüllt sein dürften. Dann sollen hier mehr als 70 Arbeitsplätze entstehen.

Bürgermeister Dr. Willi Linkens hat mit den Heinens bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, wie er sagt. So sei der Teil IV des Internationalen Technologie- und Service-Centers Baesweiler (its) im Jahre 2000 von der Familie in Absprache mit der Wirtschaftsförderung errichtet worden, ebenfalls eine Art Gewerbehof, damals an der Max-Planck-Straße.

Investoren sind die Eheleute Christiane und Volker Heinen mit Sohn Christian. Foto: Karl Stüber

Damals wie heute ist aus Sicht von Linkens dieses Konzept ideal für aufstrebende Firmen, die ihr Geld lieber in Produktentwicklung als in den Bau von Gebäuden stecken und sich lieber als Mieter größer aufstellen wollen. Zudem könnten Betriebe so flexibler auf die eigene Entwicklung und die des Marktes reagieren.

Auch für Unternehmen, die aufgrund der hohen Auslastung im Kern-its keinen Platz mehr gefunden hatten, waren Räume im its IV verfügbar, wozu unter anderem auch die Firma AFP Textilveredelungs- und Vertriebs GmbH laut Stadt Baesweiler gehört.

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde der Abschnitt its IV in 2006 und 2009 erweitert. Das Objekt ist zu 100 Prozent ausgelastet.

its-Geschäftsführer Dirk Pfeifferling sieht es gern, dass nun ein weiteres Ventil geöffnet wird, um dem Druck, erzeugt durch Ansiedlungs- und Erweiterungswillen von Firmen, gerecht werden zu können.

Der nun entstehende Gewerbehof soll einen großen zusammenhängenden Hallenkomplex umfassen mit sieben Einheiten von je rund 250 Quadratmeter großen Hallen mit vorgelagerten Büros (jeweils 70 Quadratmeter groß). Bei Bedarf können Mieter auch mehrere Hallen als Einheit nutzen. Für jede Halle wird eine separate Anlieferung geschaffen (mindestens ein Rolltor, wenn gewünscht auch eine Kranbahn).

„Gerade für kleine Handwerksbetriebe sind das sehr geeignete Größen“, sagte Bürgermeister Linkens. „Was hier gerade entsteht, können wir in Baesweiler sehr gut gebrauchen.“

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