Kirmes in Oidtweiler 2019

Oidtweiler Junggesellen : Kirmestriathlon aus Maibaumaufstellen, Festzug und Klompenball absolviert

Die größte Gemeinschaft an Extremsportlern im Grenzland stellt der Junggesellenverein 1881 Oidtweiler. Diese symbolische Medaille dürfen sich die sympathischen Jungs nach ihrer Montagabend beendeten Sommerkirmes anheften.

Spätestens nach dem Kirmestriathlon aus Maibaumaufstellen, Festzug und Klompenball ist das angebracht.

Die Disconacht zum Auftakt der Kirmes steckte die Mannschaft um ihren Chef und Vorsitzenden Jan von Ameln locker weg. Um dann bei 35 Hitzegraden in die Hände zu spucken und den wuchtigen Maibaum aufzustellen.

Unter den Kommandos von Hauptmann Florian Litzel „ackerten“ sich aktive und inaktive Junggesellen – begleitet von der Musik der Blaskapelle Oidtweiler und der aktiven Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr, Löschzug Oidtweiler – auf dem Marktplatz im Dorf durch und hievten den Baum in die Vertikale.

Ein erster Höhepunkt für Maikönig Niclas Kahlen. Der 23-jährige Gesundheits- und Krankenpfleger am Rhein-Maas-Klinikum in Würselen erklomm in ganz sportlicher Manier den Baum und klopfte den „Zapf“ hinein. Damit war die Kirmes eröffnet und es ging über zum abendlichen Kirmesball im Festzelt an der Turnhalle.

Dorthin wurden dann auch erstmals die Würdenträger des JVO abgeholt. König Niclas Kahlen, seine Königin Alina Gragert und die Maipaare Paul Werr und Hannah Gragert sowie Laurens Moll und Kathrin Krings standen zum ersten Mal im großen Rampenlicht. Bei allem Glanz der Kirmes bedauerte Maikönig Niclas, dass seine erkrankte Mutter Michaela nicht mit von der Partie sein konnte. 1991 hatten Matthias Kahlen und seine Frau Michaela das Königspaar gestellt.

War schon der Discoabend „ausverkauft“, so setzte sich die drangvolle Enge im Festzelt am Abend darauf fort. Zumal sich die verpflichtete Band „Easy“ als absoluter Glücksgriff erwies.

Kirchgang und Kranzniederlegung eröffneten den darauf folgenden Tag, an dem Tim Heyer nach der Messe mit dem Fahnenschwenken begeisterte und sich das Frühschoppenkonzert anschloss.

Einer der schönsten Momente der vier Kirmestage entsteht immer dann, wenn der Festzug durch „Ottwiller“ zieht. Gegen 16 Uhr kannte der Jubel keine Grenzen mehr, als die Paare vom Haus der Großeltern des Königs in der Schulstraße abgeholt wurden. Wieder schwenkte Tim Heyer mit hoher Professionalität die Fahne, diesmal zu Ehren der Majestäten. Für ein paar Augenblicke setzte wieder die Monarchie ein, als Königs- und Maipaare durch das jubelnde Publikum schritten.

Dieser Applaus galt auch den Jubilarpaaren von 1994: Wolfram und Nicole Esser (Königspaar), Guido und Andrea Kochs sowie Frank Mangels und Marion Moll. König war vor 50 Jahren Heinz Winands, ihm folgte im Festzug das Maipaar Karl-Heinz und Karola Kerschgens.

Einen ganz eigenen Reiz vermitteln immer wieder die Kinder im Festzug. Vorweg radeln sie auf ihren bunt geschmückten Drahteseln. Zum Königsball am Abend ehrte der Vorstand des JVO Markus Kahlen (25 Jahre), Hans-Peter Decker (40 Jahre) und die „Veteranen“ Herbert Herten, Herbert Knels, Franz-Josef Lind, Wilfried Breuer, Leo Esser und Franz-Josef Kramp (alle 60 Jahre). Ganz rasant ging es am Schlusstag bei den Junggesellen und ihren Gästen zu. Drei „Themen“ hatte der JVB in seinen Klompenball verpackt. Den Wettbewerb „Klompen auf dem Laufsteg“ und DJ Dete (Schönebeck) sowie die Band „Glenrock“ ließen die Stimmung nochmals an den Siedepunkt bringen. Bis Oidtweiler einknickte. Nicht vor sich selbst. Sie beherzigten vielmehr: Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören.

(mali)
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