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Karneval: Doch eine Saalveranstaltung in Baesweiler?

Karneval : Doch eine Saalveranstaltung in Baesweiler?

Die Vertreter mehrerer Karnevalsvereine haben sich zusammengesetzt, um doch irgendwie eine Veranstaltung zu planen und zu zeigen: „Wir sind nicht tot“

Soll‘s das jetzt gewesen sein? Wird die Session 20/21 nun ganz in die (Corona-) Tonne gekloppt? Einige hohe Repräsentanten der Karnevalisten in Baesweiler loteten Möglichkeiten aus, wie man die anstehende Session, die in gut zwei Wochen beginnt, doch noch mit Leben füllen könnte. Wenigstens mit einem bisschen – denn so ganz will man sich doch nicht mit der sich abzeichnenden Situation abfinden, dass angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen nun alles ausfällt, was zum rheinischen Fastellovvend zählt.

In der Gaststätte Braun setzten sich die Vertreter an einen Tisch. Danny Wilzewski (KG Blaue Funken Loverich), Peter Jansen (Karnevalsausschuss Setterich, KAS), Stefan Latten (Renngemeinschaft de Schörjer), Udo Kriz (KG Narrenzunft), Karl-Heinz Kerschgens (Festkomitee Baesweiler Karneval), Uwe Springmann (Karnevalsabteilung des Ortsringes Oidtweiler) und Bernd Thelen (KG Rot-Weiße Funken Beggendorf) wollen unter dem Motto „Alle unter einer Kappe“ doch noch versuchen, eine Saalveranstaltung auf die Beine zu stellen. Nachdem nun auch die große Sitzung der KG Narrenzunft am 20. November gestrichen wurde und erst in einem Jahr stattfinden soll.

Mit Kräften aller Vereine

Beggendorf und Präsident Bernd Thelen hatten schon früh angekündigt, dass in der „Altstadt“ sowohl Saalveranstaltungen als auch der Straßenkarneval nicht stattfinden werden. Gerade Beggendorf trifft das besonders. Hat man doch an der Beeckflies seit Bestehen der KG immer ein Prinzenpaar gestellt. Ähnlich sieht es in Setterich aus. Dort wird keine Marktprinzessin 2021 die Regentschaft übernehmen und alle Veranstaltungen sind abgesagt worden. Das gilt ebenso für Loverich.

Das Beggendorfer Prinzenpaar für die Session 2019-2020:Prinz Alexander und Prinzessin Angela Giesen. Foto: Sgi Malinowski

Um zu beweisen, „wir sind nicht tot“, so formulierte es Beggendorfs Präsident Bernd Thelen, haben sich die Vertreter der Vereine darauf verständigt, eine Saalveranstaltung ins Visier zu nehmen. Eine Sitzung, die mit Kräften aller Baesweiler Karnevalsvereine ausgestattet wird. „Das geht natürlich nur, wenn wir die entsprechenden Genehmigungen der beteiligten Behörden bekommen“, gab Schörjer-Chef Stefan Latten zu bedenken. Auch Narrenzunft-Präsident Udo Kriz betonte: „Es ist wichtig, dass unsere Vereine am Leben bleiben und wir deshalb unter strengster Einhaltung aller Auflagen das Konzept für eine Veranstaltung vorlegen.“ Falls diese die Genehmigung findet, würde man für den Januar oder auch im Februar eine solche (nicht öffentliche) Sitzung beantragen. Eventuelle Überschüsse daraus sollen sozialen Zwecken als Spenden zur Verfügung gestellt werden.

„Das ist immer noch besser, als überhaupt nichts zu machen“, unterstrich Udo Kriz. Für die Erarbeitung eines solchen Konzeptes, das mit den Behörden abzustimmen ist und dass man der Stadt vorlegen will, stimmten alle Vertreter der anwesenden Vereine. Sollte eine solche vereinsinterne Veranstaltung möglich sein, dürften daran aber nur Vertreter der beschließenden Vereine teilnehmen. Die auch die Programmpunkte festlegen.

Der Vorschlag aus der Versammlung, dass man einen gemeinsam genutzten Wagen als Alternative zum abgesagten Tulpensonntagszug an diesem Tag oder am letzten Karnevalswochenende durch die Dörfer fahren lässt, fand nach eingehender Diskussion keine Mehrheit. In den nächsten Wochen will man die Entwicklung der Corona-Pandemie abwarten, um gegebenenfalls in Detailplanungen einzusteigen.