Jahreshauptversammlung beim Geschichtsverein Baesweiler

Viele Aktivitäten : Jahreshauptversammlung beim Geschichtsverein

Catharina Scholtens hätte symbolisch eine Tapferkeitsmedaille verdient. Die Vorsitzende des Geschichtsvereins raffte sich trotz schwerer Erkältung auf, die Geschichte des Pfarrers Henricus Vaeßen – er war Geistlicher im späten 16. Jahrhundert in Baesweiler – dem GVB näher zu bringen.

Anlass für diesen Extra-Vortrag zur Jahreshauptversammlung war die Schenkung eines Gemäldes an den Verein. Das Bild von Pfarrer Vaeßen wurde von einem nicht genannt wollenden Aachener Geschäftsmann an den Verein verschenkt. Die Geschichte um Henricus Vaeßen begann in der Burg Baesweiler, die von Jacob von Randerath und seiner Frau Anna von Schilling gebaut wurde. Der älteste Sohn Randeraths, Jost Emund, war Zeuge als 1672 Pastor Matthias Vaeßen verstarb.

Matthias Vaeßen war 18 Jahre Pfarrer in Baesweiler. Danach übernahm Heinrich Vaeßen das Pastorat. Catharina Scholtens hatte erforscht, „als das Pastorat durch den Tod von Matthias Vaeßen freigeworden war, so berichtet das adelige Fräulein Catharina van Randerath (im Kloster Blatzheim bei Düren eingetreten) und Jost von Randerath, als ältester Sohn von Werner von Randerath als Augenzeuge wie folgt: es sind Tabernakel und Kirchenschlüssel an seinen Bruder Heinrich Vaeßen zu übertragen“. Bis 1724 wirkte Heinrich Vaeßen in Baesweiler.

Vor dem bebilderten Geschichtsunterricht hatte der GVB seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Der Verein steht auf gesunden Füßen, wie von Schatzmeister Sascha Kochs zu erfahren war. Die vielen Aktivitäten aus einem arbeitsreichen Geschäftsjahr listete Geschäftsführer Günter Pesler auf. Schwerpunkt war neben der Herausgabe des fünften Jahrbuchs auch die Veranstaltungsreihe „Geschichte verstehen, Zukunft gestalten“.

Der Geschichtsverein hatte neben Politikwissenschaftler Dr. Stefan Kaussen einige weitere prominente Gäste bei sich. Aus den einzelnen Arbeitskreisen berichteten Dr. Günter Mohr, Dr. Ulrich Schröder, Archivar Josef Reinartz, Alexander Plum, Klaus Peschke und weitere. Catharina Scholtens dankte angesichts des Fleißes, der von allen aufgebracht wurde mit der Feststellung, „das ist nicht einiges, was wir machen. Das ist sehr viel“. Bei einer Nachwahl für den 92jährigen Vorständler Willi Nacken wurde Peter Konzer in den Vorstand gewählt. Zuvor hatte die Versammlung den kompletten Vorstand nebst Kassenwart einstimmig entlastet.

(mali)
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