Integriertes soziales Handlungskonzept in Baesweiler

Soziales Handlungskonzept : In Baesweiler-West und Setterich-Nord sind gute Ideen gefragt

Die Quartiere sollen sozialer werden. Dazu richtet die Stadt Baesweiler zwei Bürgerkonferenzen zum Thema „Integriertes soziales Handlungskonzept 2019“ aus.

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte die Stadt nun im Rathaus Baesweiler Einzelheiten zu den zwei geplanten Bürgerkonferenzen vor.

Am Mittwoch, 30. Oktober, wird im Rittersaal (19 Uhr) des Wohn- und Pflegeheims (Burg Setterich) die Bürgerkonferenz zur Vorstellung von sozialen Maßnahmen für den Stadtteil Setterich-Nord ausgerichtet. Dieses Projekt läuft in Setterich schon seit zehn Jahren und soll nunmehr viele Aufsattelungen der bisher vorgenommenen 38 Maßnahmen beinhalten.

Am Mittwoch, 13. November, beginnt die Konferenz um 19 Uhr und wird in der Aula der Grengrachtschule abgehalten. Hier stehen neue Maßnahmen für den Stadtteil Baesweiler-West auf dem Programm.

Zur Pressekonferenz, die Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens leitete und an der neben ihm auch Beigeordneter Frank Brunner sowie die Sozialamtsleiterin Angelika Breuer und Sozialplanerin Eva Hennig teilnahmen, stellte Linkens voran: „Wir wollen uns mit diesen Konferenzen an alle Bürgerinnen und Bürger, die an sozialen Entwicklungsprozessen beteiligt sind, richten und sie dafür gewinnen, ehrenamtlich mitzumachen.“ Das betrifft in Setterich Nord etwa 3.800 Menschen und in Baesweiler-West 4.600 Personen.

Beide Konferenzen dienen dazu, das Handlungskonzept vorzustellen und die bisher entwickelten Maßnahmen aufzuzeigen. „Die Bürger sollen Gelegenheit bekommen, Rückfragen zu stellen und über die geplanten Maßnahmen sowie über eine effiziente Projektumsetzung zu diskutieren“, regen Bürgermeister und seine Kollegen an.

Gefordert sind zudem eigene Meinungen und eine aktive Beteiligung. Auch wünscht sich die Stadt „Bewertungen der geplanten Maßnahmen durch die Bürger“. Aber darüber steht immer die möglichst aktive Beteiligung, so wie das in Setterich schon seit Jahren der Fall ist, so wünscht man sich das auch für den Beginn in Baesweiler-West.

Das Handlungskonzept 2019 basiert auf den Ergebnissen des Sozialberichtes 2017 und stellt Schwächen sowie Stärken, Perspektiven und eine Strategie zur positiven Entwicklung defizitärer Sozialräume dar. Frank Brunner erläuterte im Gespräch, dass „zum einen der Sozialraum Baesweiler-West, der durch den zweitgrößten Anteil an Familien mit Migrationshintergrund im Stadtgebiet gekennzeichnet ist, Bedarf in den Bereichen Wohnen, Bildung und Gesundheit aufzeigt“.

In Setterich-Nord wird bereits seit Jahren erfolgreiche Quartiersarbeit – auch durch die Einbindung des DRK-Stadtteilmanagements, das in Zusammenarbeit unbedingt fortgeführt werden soll – betrieben. Hier will man aufbauen und insbesondere die Themen Jugendpartizipation, Kinderarmut (die vergleichsweise hoch ist), sowie in den Themen Wohnen, Gesundheit, Bildung und Sprachbewertung weitere Maßnahmen ausarbeiten.

Ein wichtiger Baustein für die soziale Stadt: Im Haus Setterich wird der Jugend schon seit Jahren ein Forum geboten: Theater- und Tanzaufführungen gehören dazu. Foto: Sigi Malinowski

Sowohl Frank Brunner als auch Angelika Breuer stellten heraus: „Der Hinweis ist wichtig, dass das Handlungskonzept sich zwar ausschließlich auf die beiden Sozialräume bezieht, die zu den fördernden Programmgebieten in der Stadt Baesweiler gehören.“ Dies würde nicht bedeuten, dass künftig nur noch Maßnahmen für diese beiden Sozialräume ins Auge gefasst werden. Die beiden Räume seien zurzeit Schwerpunkte.

Die Umsetzung der Maßnahmen ist Schritt für Schritt vorzunehmen. Während man nach Aussage des Kulturdezernenten Frank Brunner „in Baesweiler-West noch am Anfang des Weges stehen können wir mit der Umsetzung vieler Wünsche und Anregungen und vor allem auch mit der Einbeziehung des Hauses Setterich auf eine intensive Arbeit blicken“.

(mali)