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Hirschkäfer in Baesweiler: „Hochsaison neigt sich langsam dem Ende zu“

Auflagen einhalten : Hirschkäfer in Baesweiler durch Bauprojekt bedroht

CDU- und SPD-Fraktion im Baesweiler Stadtrat haben sich frühzeitig festgelegt und für das Großprojekt Pflegeheim an der Schugansgasse/Stegerhüttestraße ausgesprochen.

Zwar vorbehaltlich des noch zu Ende zu führenden Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans (hier öffentliche Beteiligung Teil 2), aber voll Vertrauen auf die Stadtverwaltung, dass alle Auflagen, auch die hinsichtlich Natur und Umwelt, einzuhalten sind.

In der Diskussion ging es immer wieder um die Hirschkäferpopulation auf dem vorgesehenen Bauplatz. Der aus Baesweiler stammende Biologiestudent Christian Molls hat sich auch aktuell um den Bestand dort gekümmert und teilt mit: „Die Hochsaison des Hirschkäfers in Baesweiler neigt sich langsam dem Ende zu.“ Seit dem Vortrag und der Führung zum Thema, organisiert vom Nabu Aachen-Land am 14. und 15. Juni, habe er sich mehrmals über Unterstützung von interessierten und engagierten Bürgern bei der Dokumentation der Population freuen dürfen.

So seien bereits 146 verschiedene Exemplare dokumentiert, markiert und wieder ausgesetzt worden. „Ich hätte mir gewünscht, dass an den beiden oben genannten Terminen Vertreter des Baesweiler Stadtrats von CDU und SPD zugegen gewesen wären, um sich vom Vorkommen der faszinierenden und spannenden Tiere zu überzeugen, welche leider unmittelbar durch ein Bauprojekt bedroht sind, dem beide Parteien zugestimmt haben. Leider war dies nicht der Fall.“

Wer die seltenen Hirschkäfer noch sehen wolle, der sollte sich beeilen: die Tiere vertragen keine hohen Temperaturen. Es sei zu erwarten, dass der Hitzewelle in dieser Woche viele Käfer zum Opfer fallen werden. Somit falle die Saison etwas kürzer aus als sonst, wobei Funde bis in den Juli hinein nicht auszuschließen seien.

„Die beste Chance, die Tiere zu beobachten, hat man ab 22 Uhr im Bereich Schugansgasse/Stegerhüttestraße in Baesweiler. Ich werde wahrscheinlich auch mit Kescher bewaffnet dort anzutreffen sein und gerne Fragen beantworten“, lädt Molls Interessierte ein.

(-ks-)