Der Spendenlauf erlebt am Gymnasium Baesweiler ein Revival

„Sponsored Walk“ : Der Spendenlauf erlebt am Gymnasium Baesweiler ein Revival

Zehn volle Jahre ist es her, dass es am städtischen Gymnasium der Stadt Baesweiler einen sogenannten „Sponsored Walk” gegeben hat. Der Spendenlauf, bei dem die Sponsoren für jede zurückgelegte Runde der Schüler einen vorher festgelegten Betrag geben, wurde damals noch von der Sportfachschaft organisiert.

Das Event ist seitdem eingeschlafen, Paulina Kania erlebte die letzte Ausgabe noch als aktive Schülerin. Nach einem abgeschlossenen Lehramtsstudium sowie Referendariat ist sie im vergangenen Sommer als Lehrerin für Deutsch, Sozialwissenschaften und Politik an die Schule zurückgekehrt. In ihrem Premierenjahr wurde sie sogleich mit der Organisation der Schülervertretung (SV) betraut. Gemeinsam werden Kania, Schulsprecher Tobias Damen und das SV-Team nun den Sponsored Walk reaktivieren.

Am Mittwoch, 25. September, heißt es für die gesamte Schule nach langer Wartezeit dann endlich wieder: Schwitzen und Kilometer abspulen für den guten Zweck. Runde fünf Monate haben die Schüler zusammen mit ihren Lehrern schon investiert, um das Event zu realisieren. Dahmen erklärte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass vor allem der bürokratische Aufwand nicht zu unterschätzen sei: „Wir haben unzählige Gespräche mit Verantwortlichen von Schule und Stadt geführt, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Wir mussten jedes Detail beachten”.

Der nahe gelegene Sportplatz des JSV Baesweilers an der Parkstraße ist Dreh- und Angelpunkt des Spendenlaufs. Von hier aus startet die Strecke durch das Feld in Richtung Wasserspielplatz. Dort geht es im Bogen zurück zur Sportanlage. Während die „große” Runde vier Kilometer misst, ist auch eine verkürzte Variante von zweieinhalb Kilometern möglich.

Im Sportpark soll es zusätzlich zum Lauf ein Sportfest geben, bei dem sich die Schüler nach getaner Arbeit weiter austoben können. Sowohl von der Stadt als auch von der Schulleitungen mussten unzählige Genehmigungen eingeholt werden, damit alle Eventualitäten abgesichert sind. Auch mit Rückschlägen musste das SV-Team klar kommen.

Die Idee, dass alle Läufer mit einem bedruckten T-Shirt ausgestattet werden, wurde von verschiedenen Seiten aus Kostengründen abgelehnt. Dafür kann die SV allen Teilnehmern jeweils einen Button mit dem offiziellen Logo des Sponsored Walks, das von Schüler Gerold Koch kreiert wurde, ermöglichen. Auch die Standorte der Versorgungsstände auf der Strecke sind bereits geklärt. Die SV-Schüler werden ihre Kameraden mit Obst, Getränken und Kühlpacks „to go” versorgen. Zusätzlich ist das Team der Schulsanitäter einbestellt worden, um bei eventuellen Notfällen sofort helfen zu können.

Nach intensiver Suche konnten die jungen Organisatoren auch einige externe Sponsoren gewinnen, die mit Sachspenden den Spendenlauf unterstützen werden. Die teilnehmenden Schüler selbst gehen erst noch auf die Sponsorensuche. Eltern, Verwandte und Bekannte können sich im Vorfeld auf den Spendenlisten der Schüler eintragen. Wer mehr läuft, der holt umso mehr heraus. 80 Prozent der Spendenerlöse sollen frei nach dem Motto des Spendenlaufs „Von Kindern für Kinder” einer regionalen Einrichtung zugutekommen, die noch ausgewählt wird. Die restlichen 20 Prozent sollen in die Verschönerung des Schulhofs fließen. Dahmen und seine Mitstreiter haben sich vorgenommen, das Event wieder fest im Jahreskalender der Schule zu etablieren. „Der Zuspruch ist gewaltig, 35 SV-Schüler arbeiten daran. Dazu kommen noch viele Ehemalige, die weiter helfen möchten”, freute sich Dahmen.

Laut Kania und Dahmen sei vielen Mitgliedern des Lehrerkollegiums derzeit noch nicht bewusst, dass auch sie am Spendenlauf teilnehmen sollen. Der ein oder andere erschrockene Gesichtsausdruck ist im Lehrerzimmer also garantiert. Beide erklärten, dass wirklich die gesamte Schule das Projekt unterstützen solle, Ausreden gäben es nicht.

(yl)